Vorgezogene Tomatenernte…

Nachdem mir im letzten Jahr die Seuche in die Quere gekommen ist, wollte ich in diesem Jahr die Tomaten in vollen Zügen genießen. Von der Anzucht, bis zur Ernte. Gut, bis zur Ernte schaffe ich das auch ohne Probleme. Allerdings ordentlich vorgezogen, Warum? Zum einen haben wir heute eine Unwetterwarnung mit Wind und Regen (gerade schaut die Sonne mal kurz durch die Wolkendecke), zum anderen bekommen wir in zwei Wochen die Balkone gemacht.

Die Tomaten könnte ich zwar von den Balkonen runter auf die Terrasse schleppen, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Tomatenpflanzen das auch überleben. Zumal nicht ICH sie schleppen würde, sondern der einzelne Herr. Die Kübel sind mir ein ganz klein wenig zu schwer. Und Rücken kann ich gerade so gar nicht gebrauchen.

Ergo werde ich die diesjährige Tomatenernte vorziehen dürfen. Heute habe ich schon gut 50 Tomaten geerntet, die restlichen werden in den kommenden Tagen, eben bis die Handwerker anrücken, nach und nach vom Strauch gezupft. Dann muss ich sie halt in der Küche und dem Wohnzimmer reifen lassen. Teller voller reifender Tomaten sind zwar nicht wirklich dekorativ, aber wenigstens kann ich die Früchte verwerten. Alles andere würde nur zu Falten auf der Stirn führen.

Also hoffe ich, wie jedes Jahr, auf das nächste Jahr…

Kommentare

10 Kommentare zu ‘Vorgezogene Tomatenernte…

  1. Oh ja, der Wind hat unseren wenigen Tomaten gestern auch ziemlich zugesetzt. Erntemäßig sieht es aber nicht so gut aus, von 50 Tomaten können wir nur träumen (ich habe schon 5 Tomaten aus eigener Ernte gegessen, yeey!).
    … vielleicht werden es ja noch ein paar mehr. Alles in allem werden Tomaten und ich aber wohl nie die besten Freunde bzw. ich nie die größte Tomatenzüchterin aller Zeiten. Dabei mag ich die so gerne …

    • Ach je, was läuft denn bei deinen Tomaten immer schief? Bis auf die Seuche sind die eigentlich, finde ich zumindest, total unproblematisch. Oder liegt es an den Sorten, die du nimmst? Hmm…

      • @cane: Der Fehler hat zwei Beine *pfeif*
        … ich bin wohl immer etwas zu wenig durchgreifend beim Ausgeizen, Gießen und Düngen. Die Sorten sollten es eher weniger sein, ist ja durchgängig – und die Braunfäule schlägt bei uns auch immer zu.

        • Na, so schlimm kann’s nicht sein, mit dem zweibeinigen Fehler :-)
          In diesem Jahr habe ich einfach mal nahezu überhaupt nicht ausgegeizt. Es muss also nicht zwingend daran liegen. Gut, gießen und düngen – die brauchen schon ganz gut Wasser und Dünger… Daran kann es schon liegen.
          Setzt du sie tiefer in die Erde, als sie vorher standen? Bei den selbstgezogenen Tumbling Tom Red habe ich sie gleich zwei Mal „tiefer gelegt“ – beim Pikieren, dann in einen etwas größeren Topf und schließlich in den Kübel – normalerweise pikiere ich nur und pflanze dann, wenn die Tomate groß genug ist, in den endgültigen Kübel um. Insgesamt habe ich vier von der Sorte … diese eine Pflanze ist mehr als doppelt so groß, wie die anderen drei…

  2. Hallo Carola,

    also ich würd da ja echt einiges dran setzen die Tomatenpflanzen irgendwoanders hin zu bekommen, wenigstens teilweise.
    Zum ersten weil ich hier auch letztes Jahr wieder bis mindestens Ende Oktober geerntet habe und zum zweiten, weil Tomaten nur bei der Reife an der Pflanze ihr volles Aroma entwickeln können.
    Letztens noch eine Doku darüber gesehen, dass auch ein Grund für wässerig schmeckende Supermarktfrüchte die viel zu frühe Ernte ist.
    Hier bei uns scheint es jetzt endlich richtig los zu gehen, die ersten ‚Small Egg‘ konnten wir gestern (aus dem Bad, siehe mein Blog) probieren und von den süßen Coctailtomätchen haben wir schon einige Hände voll verputzt in den letzten Tagen.
    Wir sind jetzt ganz gespannt auf unsere extravaganten Sorten wie ‚Andenhorn‘ und ‚Orange Bougain‘.

    Liebe Grüße und frohes Schaffen
    Kerstin

    • Huhu Kerstin,
      mein Problem ist der Platz. Das ist der einzige Platz, der noch geschützt und sonnig ist. Ansonsten kann ich nur Schatten bieten… Und die Tomaten sind echt riesig. Bei dem vorletzten Wind, als mir alle Pflanzen umgefallen sind, habe ich die um mindestens 50 Zentimeter in der Spitze eingekürzt. Danach waren sie „nur“ noch zwei Meter hoch… Ich habe sie zwar nochmals eingekürzt, aber sie sind zum Transportieren dennoch einfach zu groß. Ich hätte die nicht einmal ins Badezimmer bekommen…
      Wobei ich nicht sagen kann, dass die in er Küche gereiften Tomaten nach Wasser schmecken. Sie haben natürlich nicht das volle Aroma, aber von Wasser sind sie ganz weit entfernt.
      Ich denke, bei den Supermarkttomaten spielen verschiedene Faktoren eine Rolle – keine rechte Sonne, sie werden in der Regel entblättert, bekommen anderen Dünger. Und ganz wichtig: Sie werden nicht mit „Liebe“ aufgezogen.
      Und ich entgehe in diesem Jahr vielleicht der „Seuche“. Dann kann die Biomasse auch endlich mal auf den Kompost. Wenn ich den anderen Behälter im Herbst leere, hätte ich im kommenden Jahr nichts mehr für mein Gemüse.

      Ich bin mal gespannt, wie eure Sorten schmecken :-)

      Liebe Grüße, Carola

  3. Bei uns hat der Sturm zum Glück keinen Schaden angerichtet. Wir müssten sogar schon wieder Rasen mähen, dabei war er kürzlich noch so verbrannt.
    Meine mexikanischen Minigurken – von denen ich mal berichtete – haben sich nun doch entschlossen zu wachsen. Zwei Pflänzchen wurden von den Schnecken verschont und fangen jetzt an zu ranken. Ob ich da noch was ernten werde?
    Liebe Grüße von Kerstin. Ich habe mich sehr über Deinen Kommentar bei mir gefreut!

    • Ich hätte gerne Rasen, den man mähen könnte… Aber bei dem Wetter geht das echt flott. Regen, Sonne und vielleicht noch ein wenig Wärme, da kommt man dann nicht mehr hinterher.
      Auf deine mexikanischen Minigurken bin ich echt gespannt. Hoffentlichen werden die zwei Pflänzchen weiterhin verschont. Kannst du die vielleicht ein wenig erhöht stellen, damit die Schnecken nicht dran kommen?

      Liebe Grüße, Carola

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