Tomatensamen

Tomaten vorziehen: Die ersten Vorbereitungen sind getroffen

„Ich bin mal eben schnell Erde und Kübel holen! Bis gleiheich!!!“ Es war tatsächlich so und nicht anders geplant. Ganz ehrlich! Ok, es kam natürlich wieder anders. Nachdem ich die geplante Erde und die Kübel im Einkaufswagen verstaut hatte, sah ich zu meiner Linken das Saatgut. Und dann war es um mich geschehen…

Schließlich fängt es schon wieder an zu kribbeln. Nicht mehr ganz so zaghaft, wie es noch vor ein paar Wochen der Fall gewesen ist. So langsam wird das Kribbeln eher zu einem Beben. Die Blumensamen haben mich nicht sonderlich interessiert. Einige habe ich ja schon im letzten Jahr geordert. Mein Interesse galt nur den Tomaten. Im letzten Jahr war ich zu spät dran, sodass nur noch ganz wenige Sorten vorrätig waren. In diesem Jahr ist also alles ganz anders. Schließlich will ich auch in diesem Jahr die Tomaten vorziehen. Wofür sonst bereite ich gerade meine Anzuchtstation vor?

Naja, und eine Packung mit Salat-Saatgut ist dann auch ganz zufällig in den Wagen gefallen. Das Tütchen fällt dann doch auch nicht mehr ins Gewicht, oder?

Was alles so an Saatgut im Einkaufswagen gelandet ist

Tomatensamen

Das sind sie, die Auserwählten für 2015. Ich hoffe, dass sie ebenfalls so zuverlässig keimen, wie die Tomatensamen im letzten Jahr. Und hoffentlich erweisen sich diese Sorten tatsächlich als resistent…

Meine Beute: eine Roma-Tomate (Conqueror), eine „Hänge-Tomate“ (Tumbling Tom Red), eine Freilandtomate (Matina) und eine Rundtomate (Vitella).

Was die Tomaten können – oder nicht?
Conqueror soll stark gegen die Blütenendfäule sein, sowie resistent gegen verschiedene Tomatenkrankheiten, Matina soll platzfest und widerstandfähig sein und Vitella soll gegen die Krautfäule gewappnet sein. Tumbling Tom Red habe ich mitgenommen, weil ich was Kleinwüchsiges wollte. Quasi ein Lückenfüller.

Da Matina ja eine Freilandtomate ist, kommt die also an die „Randgebiete“ auf dem Balkon oder der Terrasse. Mal sehen, vielleicht starte ich auch den Versuch und suche ihr tatsächlich ein Plätzchen im Freien. Tumbling Tom Red will ich unbedingt ausprobieren, weil ich mich an Hängeampeln versuchen möchte. Und dafür soll diese Tomatenpflanze ideal sein. Ich werde berichten.

Die Anzuchtstation
Natürlich werde ich nicht nur Tomaten vorziehen. In diesem Jahr will ich mich vielleicht an eigenen Zucchini probieren, vielleicht auch an Paprika und Aubergine. Auch Blumen werden ein Plätzchen in der Anzuchtstation finden. Die Nummer mit den Tagetes lasse ich nicht auf mir sitzen! Und die Schwarzäugige Susanne hat mir eigentlich ganz gut gefallen – also werde ich das eigene Saatgut in die Anzuchterde bringen und schauen, wie die Saat aufgeht.

Und wenn ich noch Zeit und Platz finde, dann kann es durchaus passieren, dass ich mal wieder kurz unterwegs bin, um mal eben nur Erde und Töpfe zu kaufen…

Zieht ihr auch Gemüse und Blumen vor? Oder setzt ihr lieber auf vorgezogene Pflanzen?

Bilder: © cane

Kommentare

4 Kommentare zu ‘Tomaten vorziehen: Die ersten Vorbereitungen sind getroffen

  1. Tomaten sind durchweg immer selbst vorgezogen, weil ich v.a. keine 0815-Sorten anpflanzen will – die Matina hatten wir auch mal ^^
    Das führt zwar oft dazu, dass die Braunfäule zuschnappt, aber gut … oder Blütenendfäule, das war letztes Jahr zum K***** mit den „Ochsenherzen“ (den richtigen Namen schreibe ich sicher falsch, darum „Ochsenherz“).

    Auch bei den Paprika/Chilie haben wir unsere Vorlieben, weshalb das Saatgut für diese meist aus anderen Quellen als das Saatregal im Baumarkt kommt.
    Aubergine ist dieses Jahr auch mal dran.

    Bei vielen setzen wir aber auf vorgezogene Pflanzen, zum Beispiel bei Gurken, Zucchini oder v.a. Blattgemüse (auch wenn ich dieses Jahr einige Versuche mit „italienischen“ Blattgemüsen starten will).

    • Wie hat sich die Matina gemacht? Ach, die „Ochsenherzen“ hatte ich auch fast im Wagen – aber eine innere Stimme sprach: „Der einzelne Herr versohlt dir den Hintern, wenn es mehr als zehn Tomatenpflanzen werden!“ Da muss ich mich wohl oder übel fügen.
      Die Blütenendfäule hatte ich auch in meinen Roma-Tomaten. In diesem Jahr, sollte ich sie wieder bekommen, werde ich mir entsprechend die Mineralstoffe organisieren.

      Ja, so wirklich gut sortiert sind die Baumärkte nicht mit den Paprikas und Chilies. Die sind in diesem Jahr einfach nur ein Versuch, wie die sich überhaupt hier machen. Im nächsten Jahr könnte es dann passieren, dass ich mich an andere Sorten wage. Und wenn der einzelne Herr die Klappe hält, könnte auch mal die eine oder andere furchtbar scharfe Sorte mit dabei sein.

      Zucchini hatte ich im letzten Jahr auch vorgezogen. Allerdings gab es gratis dazu Mehltau. Leider habe ich bisher verpasst, mich nach einer resistenten Sorte zu erkundigen. Da ich noch eine Packung aus dem letzten Jahr habe, wird die erst einmal in die Erde gebracht. Wenn das nichts wird, werden es wieder die Vorgezogenen.
      Der Salat war auch vorgezogen. In diesem Jahr will ich den selber säen. Als die Salatpflanzen im letzten Jahr durch waren und ich neue ordern wollte, war der Händler meines Gemüsepflanzenvertrauens leider im Sommerurlaub. Dieses Jahr will ich keine Ausfälle *lach*
      Gurken hatte ich bisher noch nicht. Hmm, da muss ich mal schauen, ob ich das was an Platz hätte. Vielleicht im Kompost? Dahinter sind Ranksprossen…

  2. Ach, Tomaten, wunderbar! Ich muss noch ein wenig bei Dir lesen, was denn dabei raus gekommen ist?
    Ich habe letztes Jahr soviel Pech mit Tomaten , aber, ich versuche es dies Jahr mit Elan wieder. Allerdings nehme ich nur noch Samen von alten Sorten, die Samenfest sind, aus denen also wieder dieselbe Tomate später heraus kommt, wenn man wieder Samen von den Früchten nimmt. Ich gewinne meine Samen nämlich gerne selbst. Gerade bei Tomaten ist das kein Problem.
    Herzlich Giorgio.

    • An die alten Sorten will ich mich im nächsten Jahr auch ranwagen. In diesem Jahr, ich bin dank einer Urlaubswoche im Krankenhaus spät dran, greife ich auf die restlichen Samen aus dem Vorjahr zurück. Die Sorten haben mir gut gefallen, sodass ich mir die nochmals schmecken lassen möchte. Im nächsten Jahr habe ich hoffentlich mehr Zeit für Experimente und eigenes Saatgut.

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