Tomaten satt – oder: Wie erkläre ich das meinem Mann?

In diesem Jahr habe ich mich dazu entschlossen, selbst Tomaten zu ziehen. Dass die Nummer so erfolgreich wird, habe ich allerdings nicht gedacht. Nun sind wir stolze Besitzer von zehn Tomatenpflanzen.

Tomate Harzfeuer

Unzählige Tomaten hängen an der Pflanze. Die Sorte „Harzfeuer“ trägt reichlich. Jetzt fehlt nur noch die Sonne, damit die Früchte auch endlich rot werden und im Mund verschwinden können.

Konnte ich denn ahnen, dass alle Samen aufgehen, die ich in die Anzuchterde verfrachtet habe? Von den 48 Samen sind alle aufgegangen. Im April war ich also damit beschäftigt kleine Töpfe und ausreichend Erde ranzukarren. Meine Aufzuchtstation war vielleicht etwas überdimensioniert. Denn neben den Tomaten habe ich mich auch noch an Glockenreben und der Schwarzäugigen Susanne probiert. Das ist aber ein anderes Thema und wird zu einer anderen Zeit erzählt.

Zurück zu den Unmengen an Tomaten. Da ich einfach mal andere Sorten ausprobieren wollte, als der Handel an vorgezogenen Tomatenpflanzen bietet, sind es insgesamt fünf Tomatensorten geworden. Cocktailtomaten dürfen natürlich nicht fehlen, dann noch Romatomaten, Green Zebra, Harzfeuer und den Namen der letzten Sorte konnte ich mir nicht merken. Sieht aus wie Green Zebra, wird aber rot.

Da ich ja nicht sonderlich geduldig bin, habe ich schon Anfang März mit der Tomatenzucht begonnen. Ja, ich weiß, der Zeitpunkt ist eigentlich noch zu früh. Bis zu den Eisheiligen war ich mir auch nicht ganz sicher, ob die Tomatenpflanzen wirklich kräftig genug sind. Normalerweise werden zu früh gezogene Pflanze oftmals nichts. Meine Tomaten sind alle kräftig… Die wachsen und gedeihen und sind zu stattlichen Tomatenpflanzen herangewachsen. Scheinbar waren die Aufzuchtbedingungen nicht die schlechtesten: Südseite, große Fensterfront und der Raum ist direkt unter dem Dach. Also fast schon wie im Gewächshaus.

Nun stehen acht der Tomatenpflanzen auf dem Balkon, die anderen beiden genießen die Sonne unten auf der Terrasse. Abgesehen davon, dass alle um die Wette blühen, sind auch schon ordentlich Früchte dran. Ordentlich trifft es vielleicht nicht ganz. Gestern hat mein Mann mal eine kleine Hochrechnung gemacht. Wenn jede Pflanze lediglich 50 Früchte trägt… Bei der Zahl konnte ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. Bei der Romatomate kommt die Zahl hin. Die Pflanze musste ich oben kappen, weil der Pflanzstab nicht ausreichend groß ist. Bei den anderen Tomaten sieht das mit der Anzahl irgendwie anders aus.

Tomatenblüten

Die Hummel fliegt fleißig von Blüte zu Blüte. Bei den Unmengen an Blüten hat sie noch ordentlich zu tun und sich den Feierabend wahrlich verdient.

Besonders ertragreich ist derzeit die Harzfeuer. Momentan sind über 100 Tomaten dran. Natürlich auch noch zahlreiche Blüten. Von der Sorte habe ich zwei Pflanzen. Also alleine schon wenigstens 200 Tomaten von der Harzfeuer. Bei den Cocktailtomaten dürften es dann noch einige mehr werden – davon habe ich ja nur drei Pflanzen. Die anderen Tomatensorten kann ich noch nicht so ganz abschätzen. Das hängt gerade von den Hummeln und anderen Bestäubern ab. Wenn jede Blüte zu einer Frucht wird…

Tomaten satt trifft es dann wohl ganz gut. Zehn Pflanzen sind für einen Zwei-Personen-Haushalt natürlich ein wenig arg. Die Tomaten, die nicht direkt im Mund landen, werde ich zu Tomatensoße verarbeiten und einfrieren. Das habe ich natürlich schon im Vorfeld eingeplant. Vor einigen Jahren hatten wir nur vier Tomatenpflanzen und konnten bereits nach drei Wochen keine Tomaten mehr sehen. Mal sehen, wie die Ernte in diesem Jahr insgesamt ausfällt. Dann kann ich im nächsten Jahr abschätzen, ob ich die Anzahl erhöhe oder doch etwas gemäßigter an die Sache ran gehe.

Übrigens: Die restlichen 38 Jungpflanzen habe ich natürlich nicht in den Müll geworfen, sondern in andere liebevolle Hände gegeben.

Bilder: © cane

Kommentare

2 Kommentare zu ‘Tomaten satt – oder: Wie erkläre ich das meinem Mann?

  1. Damit die Tomatenpflanzen ordentlich wachsen und gedeihen, benotigen sie nicht nur reichlich Sonne, sondern auch einen großen Kubel, viel Wasser und Dunger.

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