Selbstaussaaten 2015 Ringelblume

Selbstaussaaten und andere Überlebende

Ringelblume Selbstaussaaten 2015

Die verschieden farbigen Blüten der Ringelblumen in meinem Garten blühen um die Wette.

Im letzten Jahr, als die Ringelblumen verblüht waren und zahlreiche Samen ausgebildet hatten, habe ich diese einfach in die Beete gestreut und untergeharkt. Das die kurz darauf angefangen haben zu keimen, war dabei allerdings nicht meine Absicht. Zumal es ganz langsam auf den Spätherbst zuging.

Ehrlich gesagt hatte ich auch nicht die leiseste Hoffnung, dass die Ringelblumen den Winter überleben würden. Haben Sie aber! Zu meiner großen Freude – und das sogar recht zahlreich. Und inzwischen blühen sie auch wunderbar. In leuchtend gelb, in einem zarten Gelb und sogar in Orange. Wenn ich mir einig bin, wo die nächste Generation in meinem Garten blühen soll, werde ich die nächsten Samen unter die Erde bringen. Zu allem Überfluss habe ich auch noch ein Samentütchen mit Acker-Ringelblumen. Ich denke, die werde ich mir für das nächste Jahr aufheben… Zusätzlich zu den Ringelblumen-Samen, die ich in diesem Jahr ernten werde.

Borretsch Selbstaussaaten 2015

Die ersten Borretschblüten in diesem Jahr … die inzwischen der Vergangenheit angehören…

Wie ich es befürchtet habe, wächst bei mir Borretsch. Und zwar reichlich. Ich habe keine Ahnung, wie viele Selbstaussaaten ich von diesem Kraut habe. Unzählige. Die ersten haben sogar schon geblüht. Das würden sie auch noch immer, wenn der einzelne Herr nicht mit dem Rasenmäher darüber gefahren wäre…

Da ich noch nicht genau weiß, wann ich dieses Beet räumen werde, habe ich vorsorglich auch noch Borretsch selbst ausgesät. Man kann ja nie wissen. Da ich noch ein Töpfchen frei hatte, habe ich auch versucht eine Pflanze umzusetzen. Das ist bei Pfahlwurzlern ja eher heikel. Ich bin mir noch nicht vollends sicher, ob diese Borretschpflanze wirklich angehen wird. Die ersten Blätter waren sofort welk, die restlichen, kräftigeren Blätter sehen aus, als ob sie Wasser bekommen. Ich lasse mich überraschen.

Kamille und Duftsteinrich Selbstaussaaten 2015

Kamille und Duftsteinrich als Selbstaussaaten im Rasen.

Letztes Jahr habe ich mich zum ersten Mal an Saatbändern probiert. Was auch sehr erfolgreich verlaufen ist. Die Saat ist super aufgelaufen, und die Pflanzen haben sehr lange geblüht. Aber nicht nur das. Die darin enthaltene Kamille und der Duftsteinrich haben ihr Säckle gepackt und haben sich von ganz alleine auf gemacht, um die große weite Welt zu erobern. Ok, meinen Garten – ob sie noch in weiteren Gärten aufgetaucht sind, kann ich natürlich nicht sagen. Unsere Nachbarn pflanzen jedes Jahr selbst Duftsteinrich an…

Diese zwei Selbstaussaaten, die ich im Rasen eigentlich ganz erfrischend fand, sind natürlich ebenfalls dem einzelnen Herren samt Rasenmäher zum Opfer gefallen. Schwund ist überall… Dafür habe ich einige kleine Duftsteinriche neben dem Kompost entdeckt und zusätzlich auch noch selbst ausgesät. Im kommenden Jahr ist wahrscheinlich wieder mit Selbstaussaaten zu rechnen.

Als ich vor einiger Zeit den Kompost umgehoben habe, kamen zahlreiche Überlebende zum Vorschein. Und zwar Kartoffeln. Sofern es sich nicht um eigene Kartoffeln handelt, soll man die Schale eher sparsam auf den Kompost werfen, weil diese meist mit Keimhemmern behandelt ist. Entweder habe ich grundsätzlich unbehandelte Kartoffeln oder sie haben kein Mittel abbekommen. Unzählige kleine Kartoffelpflänzchen haben sich auf den Weg Richtung Licht gemacht. Gestern habe ich noch einmal geschaut … es wachsen schon wieder Kartoffeln… Da ich den Kompost eigentlich im Herbst erst wieder benötige, werde ich mein Glück versuchen. Vielleicht kann ich ja Kartoffeln für eine Mahlzeit ernten.

Wie sieht es bei euch in den Gärten aus? Habt ihr ebenfalls verschiedene Selbstaussaaten?

Bilder: © cane

Kommentare

2 Kommentare zu ‘Selbstaussaaten und andere Überlebende

  1. Quassel ich doch gleich los :)

    Einzelne Herren samt Rasenmäher werden klar überbewertet *fg
    Aus ökologischer Sicht sind Rasenmäher eh nix, ich nehme für unsere „Rasen“ (eher Wiesen) nur die Sense.. und in seltenen Fällen (Waldrand, oder da wo es nicht anders geht) den Freischneider.
    Man(n) kann aber auch mit dem Rasenmäher mal eine schöne blühende Insel stehen lassen.. Schade um die Kamille/Duftsteinriche.

    Ich mag Selbstaussaaten; Boretsch/Verschiedene Mohn-Sorten/Kamille-Röm./Nachtkerzen/Tagettes/Königskerzen/Ringelblumen/Dill/Div. Nelkenarten/Duft Veilchen, aber auch die Stockrosen und viele andere haben sich letzten Sommer/Herbst bei uns gut selbst ausgesäht. Leider habe ich festgestellt das ich beim Frühlingsputz im Garten wohl die Stockrosen ein bisschen zu fest „erdünnt“ habe, hoffe das mir die Schwarze erhalten blieb.. das werd ich aber erst sehen wenn die blühen ;)
    Kartoffeln haben wir keine auf dem Kompost, die gehen alle direkt zu den Hühnern.
    Bei uns lohnt sich auch der Anbau nicht wirklich da wir vom benachbarten Hof(BIo), diese sehr günstig beziehen können.

    • Aber gerne doch :-)

      Die Arbeit mit der Sense geht auf die Knochen, oder? Ich habe das noch nie in echt gesehen.
      Der einzelne Herr und eine Sense? Wenn das passieren sollte, reserviere ich mir einen Logenplatz und fgenieße dazu ganz entspannt ein Eis *gg* Die Sache mit dem Inselbeet gestaltet sich ein wenig schwierig bei uns. Mit 1200 Quadratmetern kann ich leider nicht dienen – ein Inselbeet würde wohl eher alle Dimensionen bei uns sprengen. Zumal wir die Grünfläche als Hundespielwiese nutzen werden, wenn ich denn endlich mal die Seiten und den hinteren Teil fertig habe.

      Gell, Selbstaussaaten haben was. Vereinzelte Tagetes habe ich auch noch gefunden. Und Mohn scheint auch noch zu kommen. Wenn ich es richtig gesehen habe, dürfte auch Nigella überlebt haben. Im hinteren Gartenteil dürfen die sich dann alle nach Herzenslust ausbreiten. Da habe ich unter anderem auch Stockrosen eingeplant :-) Und natürlich auch die Ringelblumen. Und was mir halt alles noch so einfallen wird.
      Du hast eine schwarze Stockrose? Cool :-) Die haben was! Ich weiß gar nicht aus dem Kopf, welche Sorten ich mir ausgesucht habe. Wird sich zeigen.

      Naja, meine Kartoffeln auf dem Kompost sind auch eher ein Zufallsprodukt. Ich hätte nicht gedacht, dass die Schalen überhaupt treiben. Bei eurer Gartengröße lohnt es sich nicht? Ach je… Was baut ihr alles so an (ausgenommen Tomatillos )?

Comments are closed.