Schwarzäugige Susanne blüht dann doch endlich mal

Inzwischen haben sich meine Susannen doch dazu entschlossen, endlich einmal zu blühen. Und das recht ordentlich. Nach den anfänglichen Anlaufschwierigkeiten habe ich nicht mehr damit gerechnet, dass ich mich doch noch an einer recht ansehnlichen Blütenanzahl erfreuen darf.

Acht der Kletterpflanzen leuchten in einem Gelborange, während eine Schwarzäugige Susanne weiße Blüten trägt. Vermutlich waren weitere andersfarbige Susannen diejenigen, die ich nicht einpflanzen konnte.

Ich schiebe es einfach mal auf das Wetter, dass die Schwarzäugige Susanne in diesem Jahr, zumindest in meinen Töpfen, nicht so wollte, wie es andere Kletterpflanzen vormachen. Dieser Sommer ist eher kühl, als dass er an einen Sommer erinnert, den ich noch aus meiner Kindheit kenne. Vor 30 Jahren konnte man sich wenigstens noch einigermaßen auf das Wetter verlassen. Im Winter gab es Schnee und im Sommer halt Sonne. Zugegeben, nicht alle Teile des Nordens sind in einen regelmäßigen Schneegenuss gekommen. In einem dieser Flecken bin ich aufgewachsen. Abgesehen von dem Winter 1978, war der Schneefall eher mäßig.

Schwarzäugige Susanne

Es hat lange gedauert, bis meine Schwarzäugige Susannen so üppig geblüht haben. Jede Susanne trägt zahlreiche Blüten. Ich bin gespannt, wie lange die Pracht noch andauert.

Doch zurück zu den diesjährigen Wetterkapriolen und meinen Schwarzäugigen Susannen. Ich denke, dass vieles auch damit zusammenhängt, dass ich meine Himmelsstürmer selbst gezogen habe. Die gekaufte Schwarzäugige Susanne kann sich in den Gärtnereien sicherlich unter anderen Bedingungen entwickeln, als ich sie bieten kann. Da ich diesen Winter in meiner Aufzuchtstation ein klein wenig mehr Platz habe, werde ich versuchen, es in der nächsten Saison ein wenig anders zu machen. Je nachdem, wie dann das Wetter im kommenden Frühjahr ist, schaue ich, dass ich die Schwarzäugige Susanne ein wenig abhärten kann, bevor es dann endgültig an die frische Luft geht.

Ich bin gespannt, wie viele Samen ich aus meinen Susannen gewinnen kann. Und wie der Unterschied zu dem gekauften Saatgut ist. Die gekauften Samen sind recht gut aufgegangen. Die Schwarzäugige Susanne gilt bei der Anzucht als ein wenig eigen. Nächstes Jahr werde ich sehen, ob es mit eigenem Saatgut schwieriger ist oder auch nicht.

Allerdings werde ich nicht mehr alle Susannen an der Stange ranken lassen. Einige Exemplare kommen in eine Blumenampel. Zweifellos müssen sich diese Pflanzen dann wirklich mit dem Standort arrangieren. Schutz vor Wind und Wetter gibt es dann nicht mehr wirklich. Wenn ich mir die Schwarzäugige Susanne gegenüber anschaue, scheint es ihr vollkommen egal zu sein, dass es auch mal regnet. Die blüht und wächst immer noch. Vermutlich ist es die Wärme, die das Gartenhäuschen abstrahlt, die ihr gefällt. Auf das Häuschen scheint den ganzen Tag die Sonne und davon scheint die Pflanze zu profitieren. Aber auch das kann ich ihr im nächsten Jahr nicht bieten… Ich schaue einfach mal, wie sich die Pflanze dann entwickelt. Wenn das nichts wird, lasse ich sie wieder klassisch ranken.

Wie sind Eure Erfahrungen mit der Schwarzäugigen Susanne?

Bild: © cane

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