Schnee im Januar

Schnee am Morgen, Matsch am Nachmittag

Der Morgen fing eigentlich wirklich sehr vielversprechend an. Zumindest für mich. Für diverse andere Menschen eher nicht. Es ist Samstag – mit anderen Worten: Der Wahnsinn namens Wochenendeinkauf stand vielen noch bevor. Und sobald Schnee fällt vergessen viele Autofahrer, wie man ein Auto sicher von A nach B bekommt. Egal, ob Winterreifen drauf sind … oder auch nicht.

Schnee im Januar

Wenigstens habe ich rechtzeitig für Vogelfutter gesorgt – so hatten die Vögel heute kein Problem, ausreichend Nahrung zu finden.

Zurück zum schönen Morgen. Pro Stunde kam etwa ein Zentimeter Schnee runter. Also habe ich mir schnell einen Tee gekocht, ausreichend Gitter vor dem Kamin postiert und die Scheite angezündet. So schön kann das Wochenende beginnen. Eigentlich fehlte nur noch ein leckeres Stück Kuchen – ich bin doch ein kleines Schleckermäulchen. Irgendwas darf ich mir doch auch mal gönnen, oder?

Vor gut zwei Stunden beschloss Frau Holle, dass auch sie sich endlich Wochenende hat und den restlichen Tag gemütlich auf dem Sofa verbringen möchte. Hat sie sich ja auch verdient. Allerdings hat sie vergessen eine Nachricht an Väterchen Frost zu schicken – denn der hat sich ebenfalls ins Wochenende verzogen. Die einzige die meint, dass sie heute „arbeiten“ möchte, ist Klärchen. Denn die strahlt gerade.

Nun haben wir also sechs Zentimeter Schneematsch, und die Pracht macht sich langsam auf den Weg in die Kanalisation. Die Schnee verhangenen Bäume und Sträucher sind gleich wieder „entschneet“ – überall tropft es von den Ästen und Trieben.

Ach, irgendwie ist es ja schon schade. Da gibt es endlich mal ein wenig Schnee in unserer Region und was ist? Matsch. Suuuuuuuuuuuuuuuuuuuper. Immerhin habe ich Tee, und ein prasselndes Feuer im Kamin. Letztlich hätte es mich auch schlimmer treffen können … Schnee und kein Holz für den Kamin.

Immerhin kann ich noch bis zum Abend in den Garten schauen, ohne mich von dieser Tristesse umhauen zu lassen. Unser Garten sieht im Winter wirklich gruselig aus. Wenn da nicht die fünf Kirschlorbeeren hinten wären, würde es mich bei jedem Blick nach draußen schütteln. So was von trostlos… Aber das wird sich in den nächsten Jahren ändern. Grobe Pläne habe ich schon geschmiedet. Bei Gelegenheit ist die Ausarbeitung dran. Aber nicht mehr heute. Heute mache ich auch mal Wochenende. Morgen ist auch noch ein Tag.

Summer auf dem Sofa

Nach dem Schneegestöber: aufgedreht und zufrieden.

Aber nicht nur ich habe heute den Schnee genossen. Auch Summer hatte ihre Spaß. So durfte sie heute ihren ersten Schnee erleben. Die Kleine ist wie eine Wahnsinnige durch den Garten getobt und hat sich gefreut. Allerdings musste ich den ausgelassenen Schlingel doch recht zügig wieder rein holen … ab und an ist auch ein wenig Schnee in das kleine Mäulchen gewandert. Und bevor ich den Nachmittag beim Tierarzt verbringen darf, mache ich lieber die Spaßbremse. Dafür gibt es heute ein paar Leckerlis mehr. Vielleicht ist sie dann nicht so nachtragend. Westie halt.

Wie sieht es bei euch aus – hat Frau Holle bei euch ebenfalls die Betten ausgeschüttelt?

Bilder: © cane

Kommentare

4 Kommentare zu ‘Schnee am Morgen, Matsch am Nachmittag

  1. Nur mal kurz geschüttelt hatte sie bei uns am Freitag. Mehr eine Puderzuckerdecke als Schneedecke.
    Mein Johnny frisst auch Schnee. Ein klein wenig ist okay, aber viel sollte es nicht sein. Bis jetzt hatten wir noch nie Probleme.
    Viele Grüße in den Sonntag von Kerstin.

    • Nachdem wir nun zwei Tage Regen hatten, ist die ganze Pracht – oder eher der ganze Matsch – wieder verschwunden. Bei den Temperaturen ist es auch kein Wunder.
      Da Summer noch keinen Schnee kannte, war ich da lieber etwas vorsichtiger. Jedes „Bällchen“, das beim Toben nach oben geflogen ist, wanderte ins Mäulchen. Irgendwann war es dann doch zu viel. Im nächsten Winter wird es bestimmt besser – dann ist sie ja auch schon groß :-).

  2. Tötet der Hund etwa einen Teddy? Killer ;)

    Schnee ist ein ganz eigenes Thema bei mir. Schneekugel, so würde ich die derzeitige Wetterlage betiteln. Hier kann man ein paar Bilder betrachten https://www.facebook.com/denkartig/photos_stream die Aufnahmen wurden nach dem Schneesturm gefertigt.

    Ich bin zweigeteilt. Schön anzusehen ist diese vor mir liegende Landschaft ja wirklich. Besonders wenn, wie gerade eben, die Sonne sich blicken lässt. Doch die Kratzerei am Auto, die Kälte, die schlechte Fahrerei auf den Straßen und und und sorgen wiederum dafür, dass ich froh bin wenn Frühling ist.

    So langsam schlägt mir das Winterwetter aufs Gemüt. Und das wird mit Sicherheit nicht heiterer, da der Matsch noch auf auf mich wartet.

    • Eigentlich schreddert Madame tatsächlich alles, was nicht schnell genug von mir errettet wird. Aber bei dem Teddy knabbelt sie nur gemütlich. Ich hoffe, dass er auch die bleibenden Zähne überlebt :-)

      Bei euch kam ja mal richtig was an Schnee runter. Tolle Bilder! Hach, auf diese Schneemenge hätte ich auch gerade richtig Lust. Im Schnee spazieren gehen, danach einen heißen Kakao oder Tee genießen.
      Gut, der Matsch später ist natürlich nicht so prickelnd. Gebe ich ja offen und ehrlich zu.
      Genieß dafür lieber die momentan schöne Aussicht ;-)

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