Kohlmeise

Neues Leben

Als ich vor einigen Tagen den Kompost nach brauchbarer Erde für meine Tomaten durchgewühlt habe, fiel mir eine Kohlmeise an der Nisthilfe auf, die immer wieder eben diese angeflogen hat. Mal energisch, mal eher vorsichtig. Mich stets im Auge behaltend. Und sichtlich angesäuert darüber, dass ich mich in meinem eigenen Garten in die Kompstecke gewagt habe.

Warum bloß war die Kohlmeise nicht sonderlich erbaut über meine Anwesenheit?
Einige Tage später hatte ich die Antwort, warum die Meise leicht erzürnt über mein hartnäckiges Gewühle in ihrem Terrain war. Herr oder Frau Kohlmeise, so genau konnte ich es nicht sehen, hatte Futter im Schnabel … für die quäkende Gemeinde im Inneren der Nisthilfe. Vier oder fünf der kleinen Quäker konnte ich hören.

Nachdem sich die Herrschaften an meine Anwesenheit gewöhnt haben, kann ich mich auch im hinteren Gartenbereich mehr oder weniger normal bewegen. Die Eltern geraten bei meinem Anblick nicht mehr in Panik, sondern fliegen die Nisthilfe nach Bedarf an.

Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis sich die kleinen Vögel auf den Weg in die große weite Welt machen. Und ob ich es überhaupt mitbekomme, wenn sie sich auf ihren ersten Ausflug begeben.

Inzwischen bin ich froh darüber, dass ich die Nisthilfe nicht abgehängt habe … was ich in diesem Frühjahr eigentlich vorhatte.

Bild: © cane

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