wilder Garten

(M)ein kleiner wilder Garten

Langsam wird es immer dichter hinten in der Kompostecke. Das kleine Gartenstück hat sich in einen wilden Garten verwandelt, in dem sich nicht nur die Insekten wohlfühlen, sondern auch Vögel und Schnecken. Allerdings halten sich die „Schäden“ der Schnecken in Grenzen … die beiden Funkien sind etwas angeknabbert, aber das habe ich schon schlimmer gesehen und gehabt. Ansonsten scheint ihnen dort hinten nichts zu schmecken.

Den Insekten dafür umso mehr. Letztes Jahr habe ich Unmengen an Mohnsamen und Samen für Schmetterlings- und Insektenwiesen dort in und auf die Erde gebracht. Vieles hat sich davon selbst ausgesät, anderes ist jetzt erst aufgegangen. Es ist dicht und bunt dort hinten – eben ein wilder Garten.

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Mehrere Sorten Mohn blühen reich im wilden Garten. Überall wachsen neue Pflänzchen heran, sodass ich den ganzen Sommer über im Mohn schwimmen kann. Auch die Kornblumen sind dieses Jahr einfach nur toll. Unzählige Blüten, die sich der Sonne entgegen recken und von den Insekten angeflogen werden.

wilder Garten

In diesem Jahr gibt es bei mir eigene Erdbeeren. Vier Erdbeerpflanzen passten nicht mehr in den Balkonkasten und hängen jetzt am Rosenbogen ab. Der ist neu und wird im nächsten Jahr ein blühender Clematisbogen sein. Diese Clematissorte, ich weiß gar nicht mehr, um welche es sich handelt, wird einige Meter lang und ist somit ideal für diesen Gartenteil. Dort können vielleicht auch irgendwann mal einige Vögel nisten, wenn die Triebe dicht genug sind. Die Heidelbeeren hingegen sind dieses Jahr ein Trauerspiel. Nur einer der beiden Sträucher hat geblüht. Und an dem, der geblüht hat, hängen nur ein paar ganz wenige Beeren. Die reichen nicht einmal für eine Schale Heidelbeeren mit Joghurt…

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Ebenso wie der eine Heidelbeerstrauch, zickt auch einer der Spalieräpfel rum. Nicht eine Blüte, nicht ein Apfel. Dafür trägt der andere Apfel schon ganz gut in diesem Jahr. Kartoffeln habe ich natürlich auch wieder auf dem Kompost … das sind die ersten Blüten in dieser Saison.

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Was wildes – gern gesehen im wilden Garten. Ich lasse in diesem Jahr nahezu alles an Wildkräutern und -blumen stehen. Ich liebe es, wenn die Natur sich von ganz alleine von ihrer schönsten Seite zeigt. Der Lavendel hatte ein paar Probleme mit unserem doch recht frischen Winter, sodass ich ihn stark mit der Gartenschere bearbeitet habe. Aber immerhin blüht er, wenn auch nur kläglich.

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Die ersten Johannisbeeren können auch bald geerntet werden. Im letzten Jahr hatte ich viele Beeren, in diesem Jahr fällt die Ernte recht mau aus. Kein gutes Beerenjahr für mich…

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Jedes Jahr wachsen in meinem Kompost mehr Kartoffeln… Eigentlich wollte ich den Kompost bereits umgehoben haben. Aber ich glaube, ich warte ab, bis die Kartoffeln geerntet sind. Auch wenn ich damit keine mehrköpfige Familie satt bekommen kann, finde ich es dennoch schön, einige wenige – dafür eigene – Kartoffeln ernten zu können. Allerdings habe ich keine Ahnung, was es für Sorten sind, geschweige denn Eigenschaften.

wilder Garten

Der wilde Garten in seiner ganzen Pracht. Die Schwertlilien sind leider schon lange verblüht, die Pimpinelle ebenfalls. Aktuell blüht der Thymian, das Bohnenkraut fängt auch langsam an. Bis zum Herbst wird es hier immer wieder blühen.

Habt ihr ebenfalls wilde Stellen in eurem Garten, in dem sich die Tiere wohlfühlen und sich gerne niederlassen?

Bilder: © cane

Kommentare

2 Kommentare zu ‘(M)ein kleiner wilder Garten

  1. So schön bunt ist es in deinem Garten und so viel gibt es dann zu ernten. Die Johannisbeeren sind hier auch überreif, aber ich mag sie gar nicht so sehr. Habe sie damals für meine Männer angepflanzt. Ich mag lieber süße Früchte.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • In diesem Jahr ist es wirklich sehr bunt dort hinten in dem wilden Garten – besonders groß sind die Kornblumen und ufern schon ein wenig aus. Der weiße Lavendel ist von ihnen komplett verdeckt. Hoffentlich nimmt er das den blauen Schönheiten nicht übel!
      Oh, ich kann mich an Beeren gar nicht sattessen! Aber inzwischen sind die Sträucher fast schon komplett abgenascht.

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