Mehr Schein als Sein…

…den Eindruck machen zumindest die Kompost-Kartoffeln. Jede Menge Laub haben sie auf alle Fälle produziert. Wie man unschwer auf den Bildern erkennen kann. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber werden Kartoffelpflanzen wirklich so groß? Oder ist meine durch die Nährstoffe im Kompost einfach nur mutiert?

Gestern habe ich die Kartoffeln in dem anderen Kompostbehälter geerntet – ich brauchte unbedingt die Komposterde zum Eintopfen. Ich habe (mal wieder) Pfennig- und Drachenbäume vorgezogen. Und da ich mit Blumenerde aus dem Baumarkt in den letzten Jahren nur noch schlechte Erfahrungen gemacht habe, gibt es halt nährstoffreiche Komposterde. Ein weiterer Teil der Erde wird im neuen Beet hinten verteilt.

Apropos Zimmerpflanzen selber ziehen… Liebe Manuela, du hast mir vor Kurzem die Frage gestellt, wie du das wieder gutmachen kannst. Erinnerst du dich? Hier meine Antwort: Nimm mir bitte weitere Ableger ab :-)

Zurück zu der ersten Kartoffelernte in diesem Jahr. Aufgrund der zahlreichen Pflanzen im ersten Kompostbehälter habe ich mit ordentlich Kompost-Kartoffeln gerechnet. Zugegeben, das Laub war noch nicht einmal ansatzweise am vertrocknen. Eigentlich hätte ich es wissen müssen. Naja, zumindest habe ich so viele Kartoffeln zusammen, dass es für eine Mahlzeit reicht. Kleinvieh macht auch Mist. Oder so.

Ich bin gespannt, ob ich mit einer ähnlichen Erfahrung rechnen muss, wenn ich demnächst den anderen Kompost umhebe und diese Kompost-Kartoffeln dann ernten werde.

Kompost-Kartoffeln

Kompost-Kartoffeln

Kompost-Kartoffeln

Inzwischen ist die Kartoffel im Hintergrund wirklich extrem groß geworden. Ich bin gespannt, ob diese Kompost-Kartoffel nur Laub produziert hat oder auch schöne Kartoffeln. Ich werde berichten.

Allerdings habe ich absolut keine Ahnung, um welche Sorte(n) es sich handeln könnte. In der Regel verwende ich fest- und mehligkochende Kartoffeln. Wenn ich später die Kartoffeln zubereite, werde ich es ja erfahren. Eigene Kartoffeln zu grünen Bohnen und Frikadellen. Mir läuft gerade das Wasser im Mund zusammen…

Tomatenpflanzen

Das ist die Tomatenpflanze, die ich damals gerettet habe. Sie trägt und trägt und trägt… Als ob sie sich bei mir bedanken möchte.

Was machen eigentlich die Tomaten?
Die Tomatenernte in diesem Jahr übertrifft meine Vorstellungen. Es ist schon enorm, was ich bereits an Tomaten geerntet habe. Und eingekocht… Mittlerweile dürften sich etwa 15 Liter Tomatensauce im Tiefkühlschrank eingefunden haben. Und ich habe erst etwa die Hälfte an Tomaten geerntet. Ups.

Und da mir so langsam der Platz ausgeht – irgendwann reicht es einfach mal an Tomatensauce – habe ich gestern zum ersten Mal getrocknete Tomaten selbst gezaubert. Eigentlich mag ich keine getrockneten Tomaten. Zumindest nicht die, die man kaufen kann. Meine haben mich allerdings überzeugt. Wenn es nicht so viel Strom kosten würde, wäre das meine neue Leidenschaft.

Mein Rezept für getrocknete Tomaten
Damit es sich auch lohnt, den Backofen für mehrere Stunden einzuschalten, habe ich gleich zwei Bleche gemacht.

Tomaten halbieren, ein wenig entkernen und mit der Schnittstelle nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Tomaten zuckern und salzen – pro Blech 1 TL Zucker und ein wenig Salz drüber (je nach Geschmack kann die Menge natürlich angepasst werden). Ich habe kleine runde Tomaten und Romatomaten verwendet. Zu dicke Tomaten würde ich nicht verwenden, da diese länger im Ofen verbleiben müssen.

Den Backofen vorheizen – 80 Grad Celsius, Umluft. Die Bleche reinschieben und einen Holz-Kochlöffel in die Backofentür schieben, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Die Tomaten bleiben etwa fünf bis sechs Stunden im Backofen. Fertig sind die getrockneten Tomaten, wenn keine Feuchtigkeit mehr aus ihnen entweicht, wenn sie gedrückt werden.

Sobald die getrockneten Tomaten abgekühlt sind, kommen sie in sterile Gläser mit Schraubverschluss. Darin sollen sie sich vier Wochen halten (ich habe es noch nicht ausprobiert – und ich bin mir auch nicht sicher, ob die vier Wochen überhaupt überlebe… Die sind einfach nur lecker :-) ).

Und sonst so?
Und sonst so habe ich mich selbst abgeschossen. Vor einiger Zeit war ich der Meinung, dass ich 1,5 Tonnen Steine von A nach B bewegen müsste. Nein, nicht mit der Schubkarre – das wäre viel zu einfach. Das Ende vom Lied: Der N. ulnaris ist total angefressen. Um nicht zu sagen: Er hat mir die rote Karte gezeigt. Also werde ich auch in der nächsten Zeit nicht regelmäßig online präsent sein. Ich soll den Nerv schonen. Wer mich kennt weiß genau, wie leicht es mir fällt, mich zu schonen… Aber so langsam wird es besser und ich sehe mich schon in wenigen Wochen … nicht im Garten, sondern renovieren.

Bilder: © cane

Kommentare

2 Kommentare zu ‘Mehr Schein als Sein…

  1. So viele Tomaten hast du geerntet? Boah, meine Ernte fiel mickrig aus, auch bei meiner Schwester (von ihr hatte ich die Pflanzen). Vielleicht nächstes Jahr wieder, mein Mann will vielleicht ein richtiges kleines Gewächshaus aufbauen).
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Inzwischen habe ich noch mindestens vier weiter Liter Tomatensauce eingefroren und auch so verkocht. Und es hängen noch immer soooo viele Tomaten an den letzten sechs Pflanzen. In diesem Jahr ist es wirklich heftig.

      Oh, du bekommst ein Gewächshaus? Das finde ich ja klasse. Ich bin gespannt, was du dann alles anbauen willst :-)

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