Leuchterblume

Blühendes „Unkraut“ im Wohnzimmer: Leuchterblume in Aktion

Scheinbar habe ich einen Hang zu Unkräutern. Abgesehen davon, dass unser Rasen weniger einer durchgehenden und imposanten Rasenfläche gleicht, sondern vielmehr geprägt ist durch eine Ansammlung großzügiger Moosflächen, gesprenkelt durch verschiedenste Unkräuter … und seit dem letzten Jahr tummeln sich auch verschiedene Selbstaussaaten zwischen den spärlichen Rasenhalmen. Aber auch bei den Zimmerpflanzen habe ich meine Neigung zu den Wucherern entdeckt. Eine dieser wuchsfreudigen Pflanzen befindet sich auf dem Wohnzimmerschrank und macht eher einen auf unscheinbar. Die Rede ist von der Leuchterblume (Ceropegia woodii).

Leuchterblume

Die Blüte ist natürlich deutlich kleiner. Lediglich auf dem Bild wirkt sie riesig – ich hätte sie sogar fast übersehen…

Während der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts war die Leuchterblume in fast jedem Haushalt präsent. Zumindest haben so manche Eltern meiner damaligen Freundinnen ihre Häuser und Wohnungen damit gepflastert. Ceropegia woodii wächst und wächst, ist pflegeleicht und blüht auch noch. Natürlich nicht so spektakulär wie eine alte Rose, aber dennoch sind die kleinen und zierlichen Blüten den einen oder anderen Blick wert.

Soweit ich weiß, blüht die Leuchterblume eigentlich nur ganzjährig, wenn sie sich an ihrem Plätzchen wohlfühlt. Mein Exemplar kokettiert war nicht permanent mit Blüten, aber scheinbar ist das Licht auf dem Schrank ausreichend – womit ich eigentlich ehrlich gesagt nicht gerechnet habe. Gut, so kann man sich täuschen. Und da sie fleißig wächst, ist wohl auch mein Pflegeprogramm ganz in Ordnung. Wie das aussieht? Gießen, düngen, schneiden und dümpeln lassen.

Da die Leuchterblume ein Sukkulent ist, benötigt sie ergo auch nicht wirklich Mengen an Wasser. Im Sommer etwas mehr als im Winter. Während der Wachstumszeit gibt es ab und an auch mal ein Portiönchen Dünger. Und zwischendurch einen ordentlichen Schnitt. Ceropegia woodii – zumindest mein Wohnzimmer-Exemplar – hat ein rasantes Tempo vorgelegt. Sehr schnell haben sich die langen Triebe Richtung Boden gemacht. Schnipp schnapp, einige Wochen später konnte ich dann erneut zur Schere greifen.

Eigentlich sollte ich mich nach einem neuen Plätzchen für meine Leuchterblume umsehen. Es ist viel zu schade, sie immer wieder zu schneiden. Nur, damit die Hunde – vor allem Summer – nicht an die Triebe und Knöllchen gelangen. Warum ich da so penibel drauf achte? Ceropegia woodii gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse. Und die sind, wie der Name schon aussagt, giftig. Und bevor ich mich mit den Damen beim beim Tierarzt wiederfinde, stutze ich den Wucherer lieber regelmäßig … und ordentlich.

Wie haltet Ihr das mit den giftigen Pflanzen?

Bilder: © cane

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