Kompostecke

Kompostecke (endlich) neu gestaltet und bepflanzt

Bereits im letzten Jahr hatte ich die Neugestaltung und -bepflanzung der Kompostecke nicht nur in Betracht gezogen, sondern geplant. Nachdem mir 2015 die Zeit davon gelaufen ist (zugegeben, 2016 hat sich eigentlich nicht viel an diesem Zustand geändert) und der diesjährige Frühling gänzlich anders verlaufen ist, habe ich meine Komposteckenplanung auf den Herbst verschoben. Wie schnell doch der Herbst Einzug gehalten hat…

Warum auf einmal diese Eile?
An dieser Stelle schiebe ich jetzt einfach mal meiner lieben Freundin Manuela (der verwunschene Garten) die Schuld in die Schuhe. Ja, meine Liebe, du hast richtig gelesen :-) Denn dort bin ich letzten Sonntag auf mehrere Tassen Kaffee, die persönliche Abholung von Tonsummy und einen Pflanzentausch eingefallen. Zimmerpflanzen gegen Stauden. 10.000 Quadratmeter gegen deutlich weniger.

Tonsummy

Ich freue mich so wahnsinnig über mein Summy aus Ton :-) Danke Manuela, Tonsummy ist dir mehr als gelungen!

Nun kam ich Sonntag also mit einem überfüllten Auto heim. Im Fußraum Tonsummy sicher verstaut, hinten diverse Stauden. Wobei ich gestehen muss, dass ich gar nicht mehr recht weiß, was ich alles mitgebracht habe… Eine Akelei, diverse Bodendecker (darunter eine Porzellanblume), Schnittlauch, Minze und noch vieles mehr. Das muss ich bei einem weiteren Kaffee unbedingt in Erfahrung bringen :-)

So – nun stand ich da also mit den vielen Pflanzen. Und ohne die geplanten Beerensträucher und das Säulenobst. Denn die schönen Stauden wollte ich zum Unterpflanzen nutzen. Ich hätte sie natürlich auch in Töpfen bis zum Herbst lagern können. Aber es überkam mich. Ganz plötzlich. Mit voller Wucht. Also ging es Montag direkt in die Gärtnerei meines Vertrauens.

Wenn die Augen größer als der Garten sind…
…finden mehr Bäumchen, Sträucher und Stauden als geplant ein neues Zuhause. Gut, die fünf Säulenobstbäume waren schon kalkuliert. Die Menge an Beerensträuchern hingegen nicht.

Die Neuzugänge: zwei Säulenäpfel, zwei Säulenbirnen, eine Säulenpflaume, jeweils zwei Heidel-, Stachel- und Johannisbeeren. Und dann noch vier Lavendel, davon zwei weiße Lavendel. Für die Summser.

Eigentlich wollte ich in den kommenden Jahren immer mal wieder ein klein wenig Gemüse zwischen die Sträucher pflanzen. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich dafür nicht genügend Platz habe. Vielleicht bekomme ich ein wenig Salat unter, ein paar Radieschen und Möhren. Aber Bohnen und andere Gemüse werden wohl kaum in den Genuss dieser sonnigen Ecke kommen.

Was fehlt noch in der Kompostecke?
Definitiv eine Kletterpflanze. Ursprünglich wollte ich eine Clematis zwischen die beiden Kompostbehälter setzen – hinter den beiden befindet sich als Wand ein großes Spalier. Also ideal für Himmelsstürmer. So der erste Gedanke. Der zweite Gedanke war: Clematis und Wildrose. Also habe ich mich auf die Jagd begeben. Nach einer ungefüllten Kletterrose. Scheinbar bin ich so ziemlich der einzige Hobbygärtner, der eine ungefüllte Rose möchte. Alle anderen möchten mir ihren wunderschönen Edelrosen kokettieren. Gut, dann werde ich bei meiner Lieblingsonlinegärtnerei schauen. Die dürften eigentlich was für „Naturburschen“ haben.

Sollte ich erneut leer ausgehen, könnte ich mich auch mit einer Feuerbohne oder so arrangieren. Zwischen die beiden Kompostbehälter passt ein schmaler Topf. Den kann ich notfalls mit einjährigen Irgendwas bepflanzen. So wirklich unglücklich wäre ich mit dieser Notlösung nicht. Aber erst einmal werde ich auf die erneute Jagd gehen. Und wie ich mich kenne, sind die Augen wieder größer als der Garten…

Kompostecke

So sah die frisch umgegrabene Kompostecke vor der Neubepflanzung aus. Man beachte die Kartoffelpflanze, die deutlichst gewachsen ist und inzwischen immer mal wieder blüht.

Kompostecke

Kompostecke

In den dunkleren Bereich habe ich Stauden aus den Beeten „entführt“, die ebenfalls neu gestaltet werden sollen. Der Farn hat sich dort hinten von alleine angesiedelt und kann natürlich bleiben.

Kompostecke

Die Heidelbeersträucher haben beim Kauf tatsächlich ein paar Früchte getragen. Am Tag darauf waren sie alle abgefressen. Ich vermute, dass ich mich bei Frau Amsel bedanken kann, die während der Neugestaltung permanent in meiner Nähe gehockt hat.

Kompostecke

Zwei Beerenhochstämmchen müssen noch nachgepflanzt werden. Da allerdings noch einige Steine verlegt werden und ein kleiner Zaun vor die Kompostecke kommt, warte ich mit diesen beiden Sträuchern, bis alles komplett fertig ist. Ansonsten würden sie nur unnötig im Weg stehen. Und vermutlich Schaden bei den letzten Handgriffen nehmen…

Wie sieht es in euren Gärten aus? Habt ihr ebenfalls Neupflanzungen oder eine komplette Neugestaltung geplant?

Bilder: © cane

Kommentare

6 Kommentare zu ‘Kompostecke (endlich) neu gestaltet und bepflanzt

    • Warum hatte ich mir das schon gedacht? ;-)
      Bei den Johannisbeeren konnte ich nicht widerstehen :-) Da habe ich jetzt eine weiße und eine rote Johannisbeere als Hochstämmchen.
      Die Himbeeren… Hmm… :-) Entweder in eine Mörtelwanne auf die Terrasse oder da fliegt was auf der Seite raus.

  1. Sieht toll aus :)
    …. bei den Clematis habe ich gestern was Tolles gesehen (gerochen): Clematis flammula.
    Dummerweise haben wir aktuell kein Plätzchen frei …

    Im nächsten Jahr steht wohl einiges an :-/

  2. Ich habe mir gerade mal Bilder von der Clematis angeschaut. Hammer! Die hat was. Das sollte ich mir glatt überlegen. ICH habe noch ein Plätzchen frei :-)

    Was steht bei dir alles so im nächsten Jahr an? Magste schon was verraten?

  3. Ich danke Ihnen für den tollen Artikel. Da sieht man, dass man auch eine Kompostecke schön bepflanzen kann. Ich finde, dass es Ihnen sehr gut gelungen ist.
    Beste Grüße,
    Leon

    • Danke Leon :-) Inzwischen bin ich in diesem Beet mit der Bepflanzung fertig. Ich bin gespannt, wie es in zwei, drei Jahren aussieht, wenn alles richtig angewachsen ist und sich ausbreitet.

Comments are closed.