Kompost

Kompost ohne Muskelkater

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie ich das letzte Mal gelitten habe, als der Kompost von mir eigenhändig mit der Grabegabel von einem Behälter in den anderen umgeschichtet wurde. Bereits am gleichen Abend konnte ich mich seinerzeit kaum noch bewegen. Kein Millimeter an Bewegung war möglich. Zumindest nicht ohne ein schmerzverzehrtes Gesicht.

Kompost

Der Kompost aus dem vorderen Behälter befindet sich in den Tomatenkübeln und der Rest im Vorgarten. Erst im Herbst habe ich wieder eigenen Kompost – der hintere Behälter wurde gestern von mir umgeschichtet.

Ein Großteil meines eigenen Komposts ist in den Tomatenkübeln gelandet – die ich zusätzlich noch mit Tomatendünger (Bio natürlich) und Hornspänen angereichert habe. Vier Pflanzen stehen oben auf dem Balkon, vier Pflanzen unten auf der hinteren Terrasse und die kleinen Tomaten stehen, wie schon im letzten Jahr, auf der seitlichen Terrasse. Ebenfalls wieder jeweils zwei Pflanzen in einem Kübel (zwei Kübel stehen dort).

Der restliche Kompost aus dem nicht mehr sehr gefüllten Behälter ist nun Bestandteil im linken Vorgartenbeet. Der rechte Teil muss noch bis zum Herbst warten, da ich dann erst wieder ausreichend eigenen Kompost haben werde. Bis dahin müssen sich die Pflanzen mit einem anderen Dünger begnügen und können sich bei den Krokussen und Schneeglöckchen bedanken. Denn die sind noch nicht eingezogen. Ergo kann ich da noch nicht wirklich Kompost verteilen. Dafür bekommt die Seite im Herbst eine Extraportion.

Kompost

Überall im Kompost wächst und gedeiht was. Unzählige Kartoffeln und Kürbisse haben sich den Wolken entgegen gereckt (von Sonne war gestern nicht so viel zu sehen). Und zwischendurch wachsen dort auch noch andere Pflanzen. Wobei ich noch immer nicht weiß, was das hier ist…

Und damit ich auch für den Herbst schönen Kompost habe, durfte ich gestern die Inhalte umkrempeln. Mit der letzten vollen Gabel gab mir dann auch mein Rücken zu verstehen, dass nun der Zeitpunkt gekommen sein könnte, sich die Klamotten vom Leibe zu reißen und ein heißes Bad einzulassen. Gesagt, getan. Danach war mein Rücken wieder versöhnt und ich heute vom Muskelkater verschont. Ob ich beim nächsten Mal wieder so viel Glück haben werde?

Fackellilie

Seit Jahren steht hinten vor dem vorderen Kompostbehälter eine Fackellilie. In diesem Jahr hat sie zum ersten Mal geblüht.

Bilder: © cane

Kommentare

2 Kommentare zu ‘Kompost ohne Muskelkater

  1. Oh ja, das kenne ich auch. Allerdings lasse ich den Herren des Hauses den Haufen schaufeln :-)
    Die Fackellilie ist ja gewaltig, habe ich noch nie gesehen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  2. Der Herr des Hauses hat leider keinen Vertrag mit dem Kompost… Wenigstens nennt er es da hinten nicht mehr Dreckhaufen. Ob ich das als Fortschritt ansehen sollte? :-)
    Ach, eigentlich mache ich das schon gerne. Danach in die Wanne und den Rest des Tages ausspannen. Nach der ordentlichen Plackerei habe ich mir das auch irgendwie verdient :-)
    Später will ich kurz nach der Fackellilie schauen, wie sie nun aussieht. Die letzten Tage konnte ich nicht mit der Kamera raus. Petrus hatte irgendwie kein Einsehen mit uns. Wenigstens hatte das Land was von den letzten Tagen und dem ausgiebigen Nass von oben.
    Zuvor habe ich auch noch keine Fackellilie gesehen. Ich wusste vorher nie, was da hinten eigentlich die Jahre schon so vor sich hin dümpelt. Vielleicht werde ich sie auch umsetzen. Hinten soll ja ein kleiner Zaun hin, damit die Hunde nicht ins Eck können. Da wäre vielleicht ein besseres Plätzchen für die Pflanze. Mal schauen. In diesem Jahr läuft es leider anders als geplant und ich bin mächtig in Verzug geraten… Aber: Die Arbeit läuft bekanntlich nicht weg. Und die Heinzelmännchen treiben sich bei den Nachbarn rum und nicht bei mir :-)

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