blühender Schnittlauch

Junges Gemüse im Kübel und auf dem Teller

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass der einzelne Herr jetzt schon keinen Salat mehr sehen kann … dabei habe ich die paar Salatpflanzen noch gar nicht häufig beerntet. Zugegeben: Gestern gab es Salat, heute gibt es Salat. Und es besteht durchaus die Möglichkeit, dass es auch morgen wieder einen kleinen Beilagensalat gibt. Aber dann ist erst einmal wieder für ein paar Tage Ruhe. Der Salat braucht seine Zeit, um weitere Blätter zu produzieren. Und es ist ja nicht so, dass nicht schon weitere Salatpflanzen am Start sind. Die benötigen allerdings noch so einiges an Zeit. Da noch etwa 100 Samen im Tütchen sind, kann ich noch ordentlich nachsäen…

Blutsauerampfer

Seitdem ich den Blutsauerampfer in die größeren Töpfe gepflanzt habe, ist er schon ordentlich gewachsen.

Auch der Blutsauerampfer wird immer mal wieder beerntet. Von mir, der einzelne Herr hält sich noch immer dezent im Hintergrund, wenn ich die Blätter abwasche. Dann soll der Bauer halt bei dem bleiben, was er kennt…

Beispielsweise Petersilie – die kann ich zu jedem Essen reichen. Problemlos in größeren Mengen. Im wahrsten Sinne des Wortes problemlos. Bei der Aussaat habe ich es vielleicht ein wenig zu gut gemeint. Bei Gelegenheit sollte ich mal mit der etwas größeren Ernte beginnen und einfrieren. Dann habe ich schon einmal für den Winter einen ganz guten Vorrat. Wobei ich überlege, ob ich im nächsten Jahr nicht die glatte Petersilie säe. Die schmeckt ja schon ein wenig besser. Vielleicht lasse ich mich auch dazu hinreißen, beide Sorten in die Töpfe zu bringen. Petersilie ist ja schnell ausgesät und fühlt sich scheinbar pudelwohl im Anzuchtzimmer. Da konnte ich beim besten Willen nicht feststellen, dass die Petersilie ein nicht ganz so einfacher Anzuchtkandidat ist.

Petersilie

Petersilie satt… Die Schale hat schon einen ordentlichen Durchmesser. Ich muss zusehen, dass ich die Petersilie ernte – unten werden schon die ersten Stängel gelb.

Um so einfacher gestaltet sich die Aussaat allerdings mit Basilikum. Vor einigen Tagen habe ich den Lichtkeimer ausgesät – die ersten Blättchen sind schon sichtbar. Heute habe ich noch einmal nachgesät … mir kam das so wenig in der großen Zinkwanne vor. Gut, wenn alle Stricke reißen, mache ich ab und an mal Pesto. Dafür benötigt man ja schon eine ganze Menge. Oder ich friere das Kraut ebenfalls ein. Im Gefrierschrank würde sich schon noch ein Plätzchen finden lassen.

Zucchini Blüte

Jetzt dürfte es nicht mehr lange dauern, bis ich die erste Zucchini ernten kann. Ich bin wirklich gespannt, wie dieses Jahr in Sachen Obst und Gemüse werden wird.

Die Zucchini kommen langsam auch in Fahrt. Die erste Blüte ist heute aufgegangen. Und die ersten Früchte sind schon sichtbar. Wenn uns in diesem Jahr nicht wieder irgendwas heimsucht, wird das böse enden… Ich weiß es jetzt schon. Beizeiten muss ich mal nach einem Rezept schauen, wie ich die Zucchini am besten einkoche. Meine Ma hat ein so tolles Rezept gehabt – vielleicht finde ich das in den alten Kochbüchern. Drückt mir die Daumen!

Und wie Auberginenblüten ausschauen, weiß ich jetzt auch. Ich habe ja zwei Sorten – und die Blüten sehen irgendwie ganz unterschiedlich aus. Oder ist die eine Blüte noch nicht recht aufgegangen und verfärbt sich noch? Ich werde es beobachten. Vor allem hoffe ich, dass die Früchte auch reifen. Bei den hiesigen Temperaturen kann das auch in die Hose gehen. Gut, sollte das dann so sein, habe ich im nächsten Jahr Platz für anderes Gemüse. Dann ist der Platz ganz schnell vergeben.

Aubergine Blüte

Sieht ein wenig zerknittert aus. Nur schade, dass das Licht nicht optimal war, die Blüte ist schon recht hübsch. Vor allem die leuchtende Mitte.

Das gleiche gilt auch für die Paprika. Die inzwischen ebenfalls blühen. Aber noch keine Fruchtansätze haben. Wenn die so schmecken, wie die Paprika im letzten Jahr, werde ich wohl doch mal das Internet durchforsten dürfen. Irgendeine Sorte muss ja schmecken. Leider habe ich mir damals nicht notiert, welche Sorte ich auf dem Balkon hatte. Die Paprika waren lecker. Und wuchsfreudig. Auch den Nachbarn haben die Paprika geschmeckt…

Paprika Blüten

Meine Paprika im Kübel blühen ebenfalls inzwischen. Wie wohl die Ernte ausfallen wird und die Früchte schmecken?

Die Kohlrabi hingegen werde ich nicht mit den Nachbarn teilen. Der erste Schwung wächst zwar, aber nicht alle gleichzeitig schnell. Da werde ich dann wohl alle paar Tage mal ernten können. Aber auch hier habe ich vorgesorgt und schon ein paar weitere Samen in die Erde gebracht. Natürlich habe ich noch zahlreiche Samen übrig. Wenn ich doch bloß mehr Platz hätte…

Was macht euer Gemüse? Welche Gemüse und Kräuter habt ihr so angebaut?

Bilder: © cane

Kommentare

4 Kommentare zu ‘Junges Gemüse im Kübel und auf dem Teller

  1. Meine Güte, Du bist echt eine Gärtnerin! Zu viel Salat mag ich auch nicht, heut gab es gerade gedünstetes Gemüse mit Feta obenauf.
    Wenn ich lese, was es bei Dir alles gibt im Garten, da schäme ich mich mit meinem Schnittlauch und der Petersilie :-) Tomaten sind dieses Jahr nichts geworden, wir wollen erst ein neues Gewächshaus bauen, aber das wird dieses Jahr nichts mehr. Mexikanische Minigurken hatte ich gesät, aber die gehen irgendwie nicht auf. Das ärgert mich sehr.
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

    • Ach, das ist einfach mein Hobby ;-) Wobei ich den hinteren Garten schon gerne in einen halben Nutzgarten verwandeln wollen würde. Der einzelne Herr hingegen möchte auf seinen „Rasen“ nicht verzichten.

      Quatsch, schämen brauchst du dich beim besten Willen nicht! Meine Tomaten sind deine Socken :-)
      Ein neues Gewächshaus hört sich prima an. Da kann man schon tolle Sachen drin ziehen. Du wirst sicherlich berichte, wenn es aufgebaut wird – ich bin jetzt schon neugierig!
      Ach, ärger dich nicht darüber, dass die Minigurken nicht aufgegangen sind. Ist zwar schade, aber beim nächsten Anlauf klappt es sicherlich.
      Liebe Grüße zum Abend – ich hoffe, dass es bei euch ein wenig abgekühlt ist.

  2. Super, dass du es verstehst, ohne Gifte im Garten auskommen zu können. Ich habe nur einen kleinen Garten, aber es scheint auch viel Arbeit abzuverlangen. im Moment habe ich mit der Nachbarns Katzen zu kämpfen. Wie nett auch die Tierchen auch aussehen, richten sie viel Schaden an. Ich habe alles probiert: Kaffee gestreut, Netze ausgebreitet, mein Hund auf die Streife geschickt…und jetzt habe ich spitzen Zacken gekauft, die ich auf den Zaun befestigen werde. Diese Zacken sind aus plastik und können nicht ernsthafte Verletzungen verursachen, doch für die Samtpfoten sind sie unangenehm. Und jetzt habe ich eine Frage: womit kann ich Hummeln „füttern“ in juli? Mein Rhododendron ist verblüht und die Nahrungs Quelle erlöschen. Was blüht noch im Hochsommer außer Rosen? Liebe Grüße, Gwen P.S. cottage garden ist natürlich auf englisches mildes Klima abgestimmt. Hier wächst es eigentlich alles viel besser als in Deutschland.

    • Unser Garten ist auch nicht sonderlich groß – aber auch die kleinen Gärten machen viel Arbeit.
      Das ist ärgerlich mit der Katze. Ein ähnliches Problem haben wir hier auch ab und an mal. Bisher habe ich aber nicht wirklich was dagegen unternommen, da das Tier nahezu von allen Seiten in den Garten könnte – im Zweifelsfall auch über den Kirschbaum. Ich bin gespannt, wie sich die Plastikzacken auf deinem Zaun machen werden und hoffe, dass Du darüber berichten wirst :-)

      Momentan sind bei mir die Glockenblumen hoch im Kurs bei den Hummeln und anderem Fluggetier. Der Klassiker unter den Pflanzen, die gerne genommen werden ist Phacelia (Bienenfreund) – blüht sogar bis zum Frost. Wenn Du Hummeln und Co. in deinem Garten ernähren möchtest, dürfen die Blüten nicht gefüllt sein. Dann wäre da beispielsweise noch die Bartblume (Caryopteris spec.), die Weiße Taubnessel (Lamium album), die Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum), den Löwenzahn (Taraxacum spec.), der Rot-Klee (Trifolium pratense) und noch viele andere.

      Viele Grüße, Carola

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