Hunde, Katzen und die Steuer

Da sich alle irgendwann einmal Luft verschaffen dürfen, bin ich jetzt einfach mal an der Reihe. Grund dafür ist – natürlich – der Freigänger irgendwelcher Nachbarn. Kaum schaut die Sonne mal wieder ein wenig länger hinter den Wolken hervor, treibt es mich in den Garten. Die Kirsche gibt gerade alles und entblättert sich – im wahrsten Sinne des Wortes. Also: Jacke über, den Rechen geschnappt und … in den nächsten Haufen getreten. Es waren nicht unsere Hunde, definitiv nicht. Also kommt nur noch dieser eine Übeltäter in Frage.

Ja, ihr Lieben, ich bin kein großer Katzenfreund. Grund ist ein Kindheitstrauma. Seitdem sind Katzen auf der Liste meiner liebsten Tiere recht weit nach unten gewandert. Ich mag schon Katzen, aber eigentlich nur die, die zum Essen wenigstens eine halbe Kuh benötigen.

Mein „ich mag keine Katzen“ geht aber nicht soweit, dass ich ihnen die Pest an den Hals wünsche. Meinetwegen können die auch draußen rumlaufen. Aber geköttelt wird bitte zuhause. Schließlich flippt auch keiner vor Freude aus, wenn unsere Hunde in deren Gärten machen würden. Ja, oder?

Mich regt aber nicht nur auf, dass dieser Streuner permanent hier seine Duftmarken setzt und den Garten als seine persönliche Toilette benutzt. Vielmehr ärgert mich, dass seine Dosenöffner keine Katzensteuer entrichten müssen. Warum bitte gibt es nur die Hundesteuer? Und vor allem: Warum gibt es diese Steuer überhaupt? Warum wird nur von Hundehaltern verlangt, dass diese mit ihren „Fördergeldern“ den Staat bei Laune halten?

Also: Unsere Damen gehen selbstverständlich auch vor die Tür. Aber nicht alleine. Wie es sich gehört, tragen beide jeweils ein Halsband – selbstverständlich mit der dazugehörigen Leine. Sobald die Damen einen fremden Garten ansteuern, Vorgärten gibt es hier mehr als genug, ziehe ich ein wenig an der Leine. Der Grund: Ich hindere meine Tier somit daran, in eben diesen Garten zu schiffen oder zu kötteln.

Natürlich kommt es schon einmal vor, dass die Damen vor lauter Schnüffelei die richtige Grünfläche verpassen. Dann kann schon mal was auf dem Gehweg landen. Was ich aber nicht schlimm finde. Denn: WIR haben vorgesorgt. Sobald wir mit den Hunden das Haus verlassen, haben wir immer kleine Tütchen parat. Ich bin jetzt mal ein wenig boshaft und stelle in den Raum, dass ich für das Tütchen ja auch schon eine Steuer entrichtet habe, nämlich die Mehrwertsteuer beim Bezahlen an der Kasse. Somit bekommt der Staat meine Hunde eigentlich doppelt bezahlt.

Was ich bisher allerdings noch niemals nicht gesehen habe, ist ein Katzenbesitzer, der hinter seinem Freigänger her galoppiert, um dessen Hinterlassenschaften zu beseitigen. Weder in meinem Garten, noch auf diversen Spielplätzen.

Und wo ich mich gerade leicht in Rage geschrieben habe … warum bitte gibt es eigentlich keine Kaugummikauersteuer?

Kommentare

2 Kommentare zu ‘Hunde, Katzen und die Steuer

  1. Ich bin Typ Katze und habs nicht so mit Hunden. Die haben einige Dinge an sich, dich ich einfach nicht sooo dolle finde.

    Vielleicht gibt es deswegen keine Katzensteuer, da man mit Katzen nicht gassi geht. Wäre dass der Fall, gäbe es vermutlich Cat-Stationen mit Katzen-Kack-Beuteln. Diese müssten bezahlt werden; durch die Katzensteuer. Oder aber man glaubt den Antworten im Internet.

    Hunde sind Luxus. Katzen nicht.

  2. Puh, in der heutigen Zeit würde ich schon fast jedes Haustier als Luxus bezeichnen. Spätestens beim Gang zum Tierarzt…

    Sagen wir mal so: Katze geht in der Regel ohne Dosenöffner gassi … Tür oder Katzenklappe auf, Freigänger raus. Und ab zum nächsten Kinderspielplatz oder in die Gärten. Und es sind nicht die Katzenbesitzer, die diese Hinterlassenschaften beseitigen. Das sind beispielsweise Kindergärtnerinnen, weil Pauline beim Sandkuchenbacken gerade mal wieder in Katzenköttel gegriffen hat.

    Leider habe ich bisher – zumindest bei uns – keine Dog-Stationen mit Hunde-Kack-Beuteln gesehen. Die müssten dann theoretisch mit der Hundesteuer beglichen sein. Prinzipiell würde ich diese Stationen begrüßen, weil eben nicht jeder Hundebesitzer Tütchen in der Jackentasche hat. Und ich empfinde es als Pflicht, dass jeder Hundebesitzer darauf achtet, dass Bello eben nicht auf die Straße macht. Das muss nicht sein.
    Wie lauten denn die Antworten im Internet? Lass mich bitte teilhaben :-)

    Ja, jeder hat so seine Vorlieben … da teilen sich die Lager in Katzen- oder Hundeliebhaber, nur selten mag einer beide Haustiere.

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