Sind Haushaltshelfer tatsächlich Hilfen im Haushalt?

Im Alter scheint man verrückte Sachen zu machen. In jüngeren Jahren wäre ich nie auf die Idee gekommen, mir sogenannte Haushaltshelfer anzuschaffen. Und in meinem Fall waren es gleich zwei auf einen Schlag. Wobei ich von einem besser die Finger gelassen hätte…

Im Einkaufswagen sind gelandet: Ein cleanmaxx-Dampfeiniger und ein Leifheit Fenstersauger. Zugegeben: Manchmal lasse auch ich mich von der Werbung blenden und bleibe ab und an beim Zappen auf dem Teleshopping-Kanälen hängen. Wie sonst kommt man auf die Idee, sich solche Haushaltshelfer anzuschaffen?

Am besten fange ich bei dem Fenstersauger an. Da er im Angebot war, konnte ich eh nicht widerstehen. Schließlich sagt die Werbung, dass mir ein Fenstersauger viel Arbeit abnimmt. Und die Werbung lügt bekanntlich niemals nicht! Gut, in der Werbung ist es ein Kärcher. Wobei ich mir nicht so ganz vorstellen kann, dass das Gerät eben dieser Marke anders arbeitet.

Aber nun zurück zu MEINEM Fenstersauger. Das ist MEINER und bleibt auch MEINER! Das Ding hat mich echt überzeugt. Einen Fenstersauger wollte ich unbedingt haben, damit ich nach dem Fenster putzen nicht auch noch den Boden wischen darf. Insgesamt hat mich dieser Haushaltshelfer in voller Gänze überzeugt. In der Beschreibung steht zwar, dass man nicht mehr mit einem Tuch die Ränder trocken wischen muss. Aber einen Haken hat doch eigentlich jedes Produkt, oder? Und ganz ehrlich: Eben die Ränder abwischen packe ich gerade so noch. Dafür komme ich jetzt ohne Akrobatik an alle Stellen. Vor allem im Wohnzimmer. Welcher Vollpfosten hat die Heizung so angebracht, wie sie angebracht wurde? Hätte man das nicht irgendwie anders lösen können? Dank des Fenstersaugers muss kein Handwerker her und das Problem mit der Heizung lösen.

Nun zu meinem weiteren neuen Haushaltshelfer. Eigentlich wollte ich einen cleanmaxx-Dampfbesen. Der allerdings gab kein Geräusch von sich. Auch nicht, als der Stecker in der Steckdose war. Nur, um provokanten Fragen vorzubeugen. So haben wir also das Gerät zurück in den Laden gebracht und ein anderes erworben. Denn diesen Dampfbesen hatten sie nicht mehr – er war im Angebot und sehr schnell ausverkauft. Also musste der große Bruder her… Und das nächste Mal kann der große Bruder bitten und betteln wie er will. Er bleibt trotzdem im Regal stehen.

Es ist ja nicht so, dass das Gerät überhaupt nicht funktioniert. Aber eben nicht so, wie ich es mir vorstelle und es geplant hatte. In erster Linie wollte ich damit die Fliesen wischen. Ab und an eben mal ohne Reinigungsmittel, aber dennoch sauber, weil der Dampf ja schon einiges an Dreck rausholt.

Nach dem ersten Wischen war der Boden nicht feucht, er war nass. Für meinen Geschmack zu nass. Auf einem Parkett- oder Laminatboden kann man das Gerät also überhaupt nicht verwenden. Es sei denn, Frau möchte einen neuen Boden und Mann lässt sich nicht anders überzeugen… Dann einfach mit dem Gerät den Boden wässern und warten, bis er nach einiger Zeit hinüber ist.

Nachdem der Boden also nass war, ging es an die Fugen und die schwer erreichbaren Stellen. Wo Wasser doch überall hinkommt! Das war es dann auch. Dampf und Wasser kamen an eben diese Stellen, allerdings wirkungslos und unspektakulär. Gut, dachte ich so bei mir. Dann sind jetzt einfach mal die Fugen dran. Ein Teil der Fugen sieht inzwischen tatsächlich aus wie neu. Allerdings musste ich dafür schon gut mit der Bürste über die Fugen schrubbern. Wie von Zauberhand ist da mal nichts passiert. Und es dauert echt seine Zeit. Zumindest, wenn man da so penibel ist, wie ich es bin.

Und mir taten die Hände danach extrem weh. Der Griff ist sehr scharfkantig und äußerst schlecht verarbeitet. Damit ich mir keine Blase hole, lege ich über dieses Griffstück ein Geschirrhandtuch. Was eigentlich nicht im Sinne des Erfinders sein dürfte. So ist es aber nun einmal.

Mein Fazit: Wenn der Fenstersauger kaputt ist, werde ich auf alle Fälle für einen Ersatz sorgen. Macht der Dampfreiniger die Grätsche, dann freue ich mich bereits jetzt schon auf den Tag, an dem das Gerät auf dem Elektrosperrmüll landet. Es kann durchaus sein, dass ich die Grätsche gar nicht erst abwarte… Dieses Gerät nenne ich eher einen Fehlkauf. Sicherlich probiere ich noch das eine oder andere Mal mein Glück an den Fugen – schließlich möchte ich die endlich sauber haben. Aber mit Freude werde ich es nicht benutzen.

Wobei ich mit dem Thema Dampfreiniger noch nicht ganz durch bin. Ich werde mir, wenn das möglich ist, ein Gerät von Kärcher leihen. Wenn das was taugt, darf der nächste Haushaltshelfer bei uns einziehen.

Wie sind Eure Erfahrungen mit diesen und anderen Haushaltshelfern?

Kommentare

4 Kommentare zu ‘Sind Haushaltshelfer tatsächlich Hilfen im Haushalt?

  1. Mit so was habe ich absolut keine Erfahrungen. Fenster habe ich gerade heut die ersten in Angriff genommen. Herkömmlich mit Wasser und Lappen. ABER: habe eine Wunder-Putzmittel und damit geht es ruck-zuck. Gibt spezielle Lappen und Tücher dazu, hat mich bei meiner angehendenden Schwiegertochter fasziniert und überzeugt. Man muss doch bei einem Fenster auch den Rahmen sauber wischen, Fugen usw. Das kann ich mir mit einem Gerät gar nicht vorstellen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Wunder-Putzmittel und spezielle Lappen und Tücher klingt aber sehr geheimnisvoll :-)

      Bisher habe ich auch diverse Lappen und einen Abzieher benutzt. Was mich halt immer geärgert hat, dass ewig Wasser durch den Abzieher auf dem Boden tropfte. Hätten wir Teppich liegen, womöglich noch teure Ware, wäre ich sicherlich mehr als verärgert.

      Die Rahmen etc. mache ich natürlich auch noch ganz herkömmlich sauber – das geht mit dem Sauger nicht. Der Fenstersauger erleichtert mir bei den großen Fensterflächen und hinter den Heizungen das Leben. Die Aktion war mit dem Abzieher und den ganzen Lappen ein Horrortrip. Danach war ich meist etwas angefasst, weil es echt Akrobatik war… Und durch den Sauger geht es jetzt deutlich schneller – eben ohne das Geturne und den Boden muss ich danach auch nicht neu wischen.
      Liebe Grüße, Carola

  2. Ich musste gerade eben erst einmal googlen wie genau ein Fenstersauger genau aussieht. Bei dem Worthaushaltshelfer musste ich sofort an den Katalog „Die moderne Hausfrau“ denken und an Gegenstände wie Rückenkratzer, Tütenklipps mit Datumsanzeige, Bananendosen und an all die überlebenswichtigen Dinge. :)

    Persönlich putze ich meine Fenster relativ altmodisch mit Mikrofasertüchern. Ich bin groß da geht das. Außerdem hab ich keine Heizungen unter dem Fenster. Dafür aber massig an Fliegen, die einen überdurchschnittlich großen Darm besitzen müssen.

    Deine Erfahrung bezüglich der Überschwämmungsmaschine werde ich mir merken. Wer weiß, auf welche Ideen ich im Leben noch komme. Eine kann ich mir nun dank deines Beitrages sparen. ;)

  3. Gell, es gibt schon ein paar Dinge im Haushalt, die man ganz unbedingt braucht. Schön, dass Du die Bananendose erwähnst, die steht bei mir auch ganz oben :-)

    Wie gesagt, bei mir ist die Hauptentscheidung in der Heizung begründet. Hätte die Knalltüte diese wenigstens 30 Zentimeter mehr in den Raum reingesetzt, käme ich auch ohne Gestöhne an die Fenster – die gehen im Wohnzimmer bis auf den Boden. Zugegeben, die Heizung mitten im Raum wäre natürlich eine Fehlkonstruktion ;-) Und solange ich das nicht so elegant hinbekomme wie ein professioneller Fensterputzer, darf der Fenstersauger ran. Und spätestens in 20 Jahren, wenn sich die erste Arthrose in meinen Knien durchsetzt, werde ich furchtbar dankbar für meine „heutige“ Entscheidung sein :-)

    Es ist nicht so, dass ich nicht hier und da mal Besitzer von Dampfreinigern gefragt habe. Die waren alle zufrieden mit ihren Geräten. Sagen wir mal so: In voller Gänze dämlich anstellen kann man sich bei den Dingern nicht. Also würde ich die Schuld nicht grundlegend auf mich schieben. Vielleicht war es ein Montagsgerät? Oder vielleicht ist dieses Gerät einfach wirklich nur ein totaler Fehlkauf und es ist so bescheiden, wie es ist…

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