Hätte, wäre, könnte, sollte…

Langsam fällt es auf … es ist mal wieder ruhig geworden. So ruhig, dass es mir schon unangenehm ist. Es ist nicht so, dass ich so viel um die Ohren habe, dass ich nicht zum Schreiben komme – vor Langeweile komme ich habe auch nicht um. Derzeit kämpfe ich mit dem, was jeden ab und an mal überkommt, der schreibt … die unliebsame Schreibblockade ist aus dem Urlaub zurück. Ich hoffe, dass sie sich schnell wieder aufmacht und sich den Rucksack auf den Rücken wirft. Inzwischen hat sie was von einem unliebsamen Gast, den man nicht schnell genug wieder aus dem Haus bekommt.

Zudem hat mich mein kleines Trüffelschwein noch ein wenig in Angst und Schrecken versetzt. Summer ist der Meinung, dass sämtliche Lebensmittel ausschließlich für sie produziert werden. Und dabei ist es ihr nahezu vollkommen egal, was im Magen landet. So bin ich also, latent übernervös, mit eurer Herrlichkeit zum Tierarzt gedüst. Gott sei Dank ist nichts passiert. Entweder war kein Gift enthalten, oder die aufgenommene Menge so gering, dass es zu keiner Vergiftung gekommen ist. So lebte ich also drei Tage in Sorge, ob oder ob nicht. Das sorgt natürlich nicht gerade für Momente, in denen sich Wörter wie von selbst sinnvoll aneinander reihen.

Zumindest hat meine Schreibblockade den Vorteil, dass ich ein klein wenig was im Garten geschafft habe. Die Betonung liegt auf „ein klein wenig“ – Bäume ausreißen sieht anders aus. So habe ich angefangen, einen auf Wintervorbereitung zu machen. Hier ein wenig, dort ein wenig mehr. Zugegeben, fertig bin ich noch nicht. Beispielsweise könnte ich mich noch mit der hinteren Terrasse beschäftigen und die Fugen vom Unkraut befreien. Könnte ich. Wenn ich wollte. Will ich aber gerade gar nicht.

Vielmehr genieße ich in diesem Moment den Ausblick. Von meinem Schreibtisch aus kann ich zahlreiche Baumkronen sehen – manche färben sich gerade gelb, andere rot … viele zeigen noch ein sattes Grün. Im Hintergrund ziehen immer mehr Wolken auf, die Regen ankündigen. Vielleicht ziehen sie auch einfach vorbei und sehen nur bedrohlich aus. Ich lasse mich überraschen. Und das bei einer heißen Tasse Kaffee.

Kommentare

2 Kommentare zu ‘Hätte, wäre, könnte, sollte…

  1. Oh weh, hat Summer unterwegs was geschnappt zum Fressen? Ich habe das gerade vorgestern durchgemacht mit Johnny. Da wo die Jugend oft abends sitzt in der Aue, da lagen morgens Toastbrot und irgendwelche Fleischreste. Keine Chance, es ihm aus der Schnauze nehmen zu wollen. „Aus“ kennt er erst recht nicht. Ich habe gebangt, es ist gut gegangen. Er hat es verdaut. Man muss seine Augen auch überall haben bei dem Racker.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Ja, sie hat leider was gefressen. Gott sei Dank ist nichts passiert. Aber seitdem bin ich deutlich vorsichtiger, wenn ich mit ihr durch den Wald gehe.
      Johnny hat auch was gefressen? Ach herrje – gut, dass ihm nichts geschehen ist. Da rutscht einem das Herz in die Hose. Hoffentlich passiert dir das nie wieder.

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