Betonschnecke im Garten

Falsch verstanden?

Seit einem Jahr kann ich im Garten Schirkelschnecken bewundern. In diesem Fall nicht „mal mehr, mal weniger“ … insgesamt mehr, würde ich jetzt mal so behaupten. Im letzten Jahr konnten sich die Herrschaften noch beherrschen und haben meinen Funkien wenig Beachtung geschenkt. SchnirkelschneckeHinten im Garten konnte ich meine gesamte Funkienpracht bewundern. Im Vorgarten sah die Welt allerdings anders aus. Ich bin eher dankbar, dass die Hostas vorne die Fressattacken überlebt haben. Wobei vorne die Nacktschnecken gewütet haben.

In diesem Jahr verhält es sich mit den Funkien genau anders herum. Vorne topp, hinten ein Flopp… Vielleicht sind die Schnirkelschnecken im Frühjahr auf den Geschmack gekommen? Was heißt eigentlich „vielleicht“? Ganz bestimmt sind sie auf den Geschmack gekommen. Sämtliche Funkien hinten gleichen eher einem Schweizer Käse als einer Staude. Da ich meine Funkien einfach nur schön finde, nehme ich das auch ein Stück weit persönlich. Sehr persönlich. Wie auch die Pflanzen, bin ich irgendwie angefressen.

Was den Schirkelschnecken allerdings vollkommen egal ist. Sie tun weiterhin das, was Schnecken so tun: fressen und vermehren. In der großen Funkie an der Terrasse sitzen Unmengen kleiner Schnecken. Ja, irgendwie sind sie ja putzig. Wenn sie klein sind. Aber ich weiß ganz genau was sie anrichten können (und werden), wenn sie alle in meinem Garten bleiben und zu ordentlichen Schnirkelschnecken heranwachsen. In dem Fall bau ich auf die geflügelte Hilfe … irgendeinem Federvieh wird die Jungschar schon schmecken. Wird sie doch, oder?

Schnirkelschnecke

Darf ich vorstellen: Baby-Schnirkelschnecken – auf zerfressener Funkie. Unzählige kleine Schnecken tummeln sich auf der Funkie. Ob sie wohl rülpsen, wenn das Bäuchlein voll ist?

Denn derzeit beherberge ich nicht nur Schnirkelschnecken. Auch die allseits beliebten Nacktschnecken fühlen sich hier irgendwie heimisch. In dem Fall ab und an mal weniger. Zumindest, wenn ich mit der Holzgrillzange durch den Garten laufe und sie dezent über den Zaun werfe. Natürlich nicht in den Nachbargarten.

Abhanden gekommen ist mir allerdings mein Tigerschnegel. Ist er ausgewandert, um eine charmante Partnerin aufzureißen? Ist er Vögeln, Schnegelfressern oder Schneckenkorn zum Opfer gefallen? In diesem Jahr habe ich ihn jedenfalls noch nicht gesehen. Was mich ehrlich gesagt schon ein wenig traurig stimmt. Sie sind hübsch. Und nützlich. Aber vielleicht hat er sich einfach nur zu gut versteckt und gründet eine Schnegelfamilie – die er mir im nächsten Jahr stolz präsentiert.

Wie sieht es in euren Gärten mit Schnecken und Schnegeln aus?

Bilder: © cane

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