Tomaten Blüte

Es läuft … überall Gemüse

Wenigstens läuft alles prima mit dem Gemüse. Was man vom Wetter allerdings nicht behaupten kann. Nennt sich dieser Zustand überhaupt noch Wetter? Vorhin, als ich mich in warme Klamotten gehüllt zum Eintopfen und -pflanzen in den Garten gewagt hatte, sah es zwar nicht nach einem strahlenden Sonnentag aus, aber immerhin konnte ich mich meinen Pflanzen widmen. Wie konnte es auch anders sein: Ich war noch nicht fertig, aber der Regen beendete meinen Mittag im Garten recht zügig.

Zuerst konnte ich mich noch unter den Baum flüchten, damit ich noch den Mangold in den Zinkzuber bekomme. Was dann gerade noch so hingehauen hat. Zu mehr bin ich dann nicht mehr gekommen. Ich hätte zu gerne noch den zweiten Zinkzuber befüllt. Für den habe ich zur Abwechslung mal kein Gemüse vorgesehen. Vielmehr wollte ich dort mein Saatgut unterbringen: Verschieden Sorten Kornblumen und Klatschmohn. Morgen ist auch noch ein Tag…

Gemüse im Topf

Vor lauter Tomaten sieht man die Auberginen gar nicht mehr so richtig… Die ganzen Paprikapflanzen sind aus dieser Perspektiver überhaupt nicht mehr zu sehen. Aber sie sind da ;-).

Zugegeben, als ich eben frustriert wieder ins Haus marschiert bin, war ich schon ein wenig durchgefroren. Also habe ich mich auf ins Anzuchtzimmer gemacht, um dort nach dem Rechten zu schauen. Dort wächst und gedeiht meine Anzucht.

Alle zehn Tomaten sind inzwischen doch schon recht groß und blühen teilweise sogar schon. Die insgesamt acht Auberginenpflänzchen wachsen langsam aber sicher zu Pflanzen heran und die 16 Paprika machen sich auch recht gut. Sogar das Basilikum hat schon so manchen Abend Tomaten und Mozzarella abgerundet.

Was mich nicht davon abhalten wird, eine weitere Schale mit Basilikum-Samen einzusäen. Dann kann ich auch mal ein schönes Pesto machen, oder noch mehr Basilikum auf meine Pizza legen oder was auch immer.

Basilikum

Es geht doch nichts über eigenes Basilikum, das jederzeit nach Herzenslust geerntet werden kann.

Die größere Schale habe ich Ende April für die Petersilie verwendet. Ich muss schon sagen, dass ich recht überrascht war, dass die in meinem Anzuchtzimmer gut auflief. Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass ich Petersilien-Töpfe kaufen und einpflanzen muss. Bisher – toi, toi, toi – sieht das Kraut echt spitze aus. Ich hoffe, dass es sich auch wenigstens bis zur ersten Ernte hält. Wobei ich mich inzwischen darüber ärger, dass ich keine glatte Petersilie genommen habe. Die kommt im Petersilien-Salat dann doch irgendwie besser. Hmm, ich muss mal ganz tief in mich gehen und schauen, wo ich noch überall Töpfe im Gartenhaus und in der Garage auftreiben kann … die großen Töpfe sind für Zucchinipflanzen geplant. Die ich allerdings gezogen kaufen werde. Ich habe da oben langsam keinen Platz mehr…

Tagetes im Topf

Die Pflanzen sind, seitdem sie draußen sind, richtig kräftig geworden. Und das bei den derzeitigen Temperaturen. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ihnen die nächtlichen Temperaturen scheinbar nichts anhaben. Bisher kannte ich Tagetes nur als recht kälteempfindlich – man lernt nie aus. Wird das nächste Frühjahr ähnlich, kommen die Studentenblumen auch wieder zeitig raus an die frische Luft. Da unsere Nachbarn schon vorgezogene Studentenblumen in den Beeten haben, kann ich mir nicht vorstellen, dass es nur an dem Schutz der Sichtschutzwand liegt, dass die Studentenblumen sich so gut machen.

Aus dem Grund sind auch die restlichen Studentenblumen gestern und heute ausgezogen. Einige sind direkt ins Beet gewandert, die restlichen habe ich eingetopft. Irgendwie war im Freiland kein gescheiter Platz mehr frei. Ich bin ehrlich gesagt gespannt, was die Schnecken nun veranstalten werden. Lassen die meine Freiland-Studentenblumen in Ruhe? Ich schätze mal, dass die gemulchte Ecke nicht angekrochen wird. Ok, ich hoffe es mal… Ansonsten habe ich noch Trillionen selbst geerntete Samen aus dem Vorjahr, die ich säen kann. Zumindest werden die Schnecken wohl nicht an die Topf-Tagetes an der Sichtschutzwand gehen. Bisher habe ich noch keine Schleimspur nach oben entdecken können. Ich lobe jetzt einfach mal den Tag vor dem Abend und mache auf optimistisch.

Mangold habe ich vermutlich auch genug… Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wie viele Pflanzen ich eigentlich inzwischen habe. Eben habe ich noch sechs Töpfe in den besagten Zinkzuber umgesetzt, ein kleiner Topf ist noch da und wartet auf keine Ahnung was. Dann habe ich noch einen mittleren Terracotta-Kübel voll mit Mangold. Und das eine Exemplar neben der Weigelie. Was meinen geliebten Freunden, den Weichtieren, scheinbar sehr entgegen kommt. Überall sind Fraßstellen. Was freue ich mich…

Gemüse auf der Terrasse

In den weißen Balkonkästen wachsen gerade die Kohlrabi heran, im Zinkzuber wächst der gerade eingetopfte Mangold, dahinter der kümmerliche Schnittlauch Marke Eigensaat, dahinter wieder Mangold und daneben Salat in den Kästen.

Ebenso sehr habe ich mich über die Tatsache gefreut, dass zwei meiner drei Funkien, die im letzten Jahr den Schnecken komplett zum Opfer gefallen sind, scheinbar nicht überlebt haben. Ich bin angefressen… Die ganze Zeit überlege ich schon, was ich anstelle der Funkien anpflanzen könnte. Storchschnabel könnte da ganz gut aussehen. Ist ja nichts so, dass ich da nicht fündig werde.

Der heutige Tag ist zwar nicht ganz so gelaufen, wie ich es mir erhofft habe, aber dennoch lasse ich mir meinen Abend nicht vom Regen und auch nicht von den Schnecken madig machen. Dafür freue ich mich viel zu sehr auf den Spargel, den der einzelne Herr und ich gleich genießen werden.

Was macht euer Gemüse? Dürft ihr ebenfalls permanent nach den Schnecken schauen? Und ist bei euch auch schon die Spargelsaison eröffnet? Wie esst ihr am liebsten euren Spargel?

Nachtrag 10. März 2015: Alle Funkien haben überlebt! Scheinbar haben die Schnecken den Pflanzen doch nicht den Todesstoß versetzt…

Bilder: © cane

Kommentare

4 Kommentare zu ‘Es läuft … überall Gemüse

  1. Puh, Du bist aber ganz schön fleißig. Und was Du so alles pflanzt! Ich habe gerade mal Petersilie und Schnittlauch, Tomaten kommen in den nächsten Tagen noch, es wird höchste Zeit. Basilikum hatte ich mal im Beet, aber der ist riesengroß geworden und die Blätter schmeckten dann auch nicht mehr.
    Gerade eben gab es für mich zum Abendessen Frischkäse mit geraspeltem Ingwer, dazu Tomaten mit Mozzarella und Basilikum (vom Küchenfenster).
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

  2. Wenn ich mehr Platz hätte und mich der einzelne Herr machen lassen würde, hätte ich vermutlich den hinteren Garten in einen Nutzgarten verwandelt. Mir macht das wahnsinnig viel Spaß mit dem eigenen Gemüse. Gestern Abend fand ich das schon toll, dass ich mal eben auf die Terrasse gehen konnte, um mir Schnittlauch und Petersilie zu holen.

    Allerdings habe ich meinen eigenen Schnittlauch auf den Kompost gegeben. Also den gesamten Topfinhalt samt Erde. Irgendwie habe ich keinen rechten Vertrag damit. Im Gegenzug habe ich mir fertig gezogenen Schnittlauch geholt.

    Und Zucchini habe ich inzwischen auch. Statt zwei Pflanzen, wie ich es geplant habe, sind es drei geworden :-). Die beiden großen Hundedamen lieben Zucchini – und Summer wird sich auch noch dran gewöhnen. Hoffe ich doch. Platz für Möhren habe ich gerade keinen…

    Du hast doch auch das eine oder andere an Eigenem – das ist auch immer eine Frage der Zeit. Und natürlich auch Lust. Ich gehe regelrecht darin auf :-)

  3. Dein Garten sieht ja wirklich sehr gesund aus!
    Besonders hübsch finde ich die Idee mit dem Zinkzuber. Allgemein finde ich es sehr gut, sich selbst Gemüse anzupflanzen, weil es nicht nur den heimischen Garten verschönert, sondern auch Gemüse etc. bietet, von dem man genau weiss, wo es her kommt. Ein hübscher und gepfleger Garten wie vom Landschaftsgärtner Bern ist da ein ebenbürtiger Gegner, obgleich ein gelernter Landschaftsgärtner Bern wohl auch eine gewisse Routine beim Gärtnern hat.

    Danke für die tollen Anregungen,
    Gerald

    • Danke Gerald :-) Nur leider ist nicht alles so gesund, wie es sein sollte … der Mehltau. Dazu noch Lilienhähnchen und ein paar Blattläuse. Dafür zahlreiche Marienkäfer, so viele hatte ich bisher noch nicht :-)
      Viele Grüße, Carola

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