Dieses und jenes aus dem Garten

Viel zu berichten gibt es derzeit eigentlich nicht aus dem Garten. Dank des Regens komme ich gar nicht zu dem, was ich eigentlich machen wollte. Letzte Woche wurden die Wurzeln unserer beiden gefällten Bäume entfernt. Also habe ich gerade zwei große Drecklöcher, die bearbeitet werden wollen. Da ich allerdings keine Lust habe durch den Dreck zu robben, warte ich ein paar Tage ab, bis es wieder trockener ist. Schließlich läuft mir die Arbeit nicht davon.

Gelegen kommt mir eines dieser besagten Drecklöcher hinten in der Kompostecke. Denn die will ich ja komplett neu machen. Allerdings sind auch die Kartoffeln in einem der Kompostbehälter der großen Fräse zum Opfer gefallen. Sehr schade. Einige ganz wenige junge Kartoffeln konnte ich ernten. Jetzt warte ich darauf, ob ich aus den Kartoffeln des anderen Behälters wenigstens eine Mahlzeit zusammen bekomme.

In dem Zusammenhang fällt mir gerade ein, dass es den einzelnen Herrn geschüttelt hat, die Kartoffeln aus dem Kompost irgendwann auf dem Teller zu haben. So ganz klar scheint es ihm noch nicht zu sein, was Kompost eigentlich ist. Zumindest ist mein Kompost keine Müllkippe – denn ihm graut es davor, Kartoffeln „aus dem Müll“ zu essen. Kennt ihr solche Reaktionen auch? Oder gruselt es euch selbst vor im Kompost gewachsenem Gemüse?

Inzwischen sind so manche Zucchini geerntet und einige wachsen gerade noch fleißig heran. Wobei ich denke, dass meine Zucchini-Saison langsam dem Ende entgegen sieht. Der Mehltau auf den Blättern wird nicht weniger. Im Gegenteil. Wenn es nicht mehr ganz so feucht ist, darf ich erneut die befallenen Blätter entfernen und entsorgen. So langsam haben meine Zucchinipflanzen nicht mehr sonderlich viel Laub. Wenn die Sonne wieder sticht, verbrennen mir die Früchte hoffentlich nicht.

Von den Tumbling Tom Red ernte ich noch immer fleißig, während die Tomaten auf dem Balkon gerade irgendwie ins Stocken geraten sind. Viele grüne Tomaten, aber wirklich reif wollen die scheinbar auch nicht werden. Also habe ich schon einmal die dicksten Tomaten abgenommen, damit die restlichen an den Sträuchern wachsen können. Die gepflückten Tomaten lasse ich in der Küche reifen und mache davon einen ordentlichen Pott Tomatensauce. Dazu Möhren- und Zucchini-Spaghetti und der Abend ist gerettet.

Die Mini-Auberginen landen auch ab und an im Topf. Und die großen Auberginen wachsen gerade. Ich denke, dass ich am Wochenende, vielleicht auch schon früher, endlich mal eine von den großen Exemplaren in die Pfanne hauen kann. Mal sehen, wenn es gleichzeitig genug reife Auberginen bei mir gibt, zauber ich vielleicht mal einen Auberginen-Aufstrich oder so. Aber für zwei Früchte ist mir der Aufwand dann doch zu groß.

Den Paprika scheint ebenfalls der Aufwand zu groß zu sein … der Aufwand, endlich die Farbe zu wechseln. Große Paprika hängen an den Pflanzen. Aber glaubt ja nicht, dass ich schon mal eine ernten konnte. Vermutlich bekomme ich in drei Wochen gleichzeitig 40 reife Paprika. Esse ich gerne – entweder roh oder in der Gemüsepfanne. Paprika geht immer.

Ab und an schneide ich mir ein wenig Mangold raus. Ist ja nicht so, dass ich davon nicht genug hätte. Da ich den alleine essen darf und dieses Gemüse aufgrund der Oxalsäure nicht zu häufig auf dem Teller landen sollte, wird mein Bestand nicht wirklich kleiner. Im nächsten Jahr werden mir tatsächlich drei bis vier Mangold-Pflanzen reichen. Mehr kann ich gar nicht verwerten.

Momentan überlege ich, ob ich mich von dem Basilikum trennen soll, oder auch nicht. Die Sorte schmeckt so abscheulich. Harte Blätter, ein strenger Geschmack und im Abgang bitter. Warum soll ich mir das antun? Außerdem habe ich dann mal ein ganz klein wenig mehr Platz auf der Terrasse, sodass ich auch mal in Ruhe ausgestreckt dort ein Buch abends lesen kann. So in der restlichen Sonne, bevor sie hinter den Häusern der Nachbarn verschwindet. Leider passiert das viel zu früh. Die schöne Abendsonne haben wir im Vorgarten. Vielleicht sollte ich es mir da einfach mal bequem machen?

Was gibt es aus euren Gärten so zu berichten?

Kommentare

13 Kommentare zu ‘Dieses und jenes aus dem Garten

  1. Nichts. Absolut nichts :)

    Momentan sammle ich ein paar Fotos über die Tage für einen Blogpost – irgendwie will man ja doch nicht in das Bildchen hier, Bildchen da-Muster verfallen, aber bei der teilweise doch sehr ermattenden Hitze da draussen habe ich nicht wirklich Lust, irgendetwas zu unternehmen.

    Mangold passt sehr gut in Gorgonzola-Soße xD
    (Mein Repertoire an Rezepten ist immens – einfach alles in Gorgonzola-Soße packen, passt schon!)

    • Mir geht es ähnlich – es ist einfach zu warm für jegliche Aktivitäten. Das macht einfach keinen Spaß mehr…
      Ich bin schon gespannt auf deine kleine Bilderreihe :-)

      Stimmt, Gorgonzola geht und passt immer :-) Könnte ich mir die Tage auch mal wieder gönnen. Gute Idee – danke dafür!

  2. Liebe Carola,
    da ich keinen Garten (nur ein paar Blumen) habe, kann ich nichts dazu beitragen.
    Ich habe deinen ausführlicheh Bericht aber sehr gern gelesen.
    Ich beneide aber alle, die frisches Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten
    ernten dürfen.
    Liebe Grüße schickt
    Irmi

    • Hallo liebe Irmi,
      auch wenn ich leider nicht so viel Gemüse anbauen kann, wie ich gerne würde (dazu fehlen mir leider wenigstens 500 Quadratmeter), genieße ich auch die kleinen Mengen. Hier mal einen Salat, da mal ein paar Radieschen.
      Hast du wenigstens die Möglichkeit auf einen Balkon auszuweichen? Der bietet, wenn die Lage stimmt, ja schon ein wenig Platz für kleinwüchsiges Gemüse.
      Viele Grüße, Carola

  3. Hoi Carola,

    bei uns im Garten.. mhh, ich bin unendlich froh, dass nun endlich alle Süßkirschen unten sind… das ist wirklich jedes Jahr eine Frude und dann Plage. Der Baum ist riesig, wir haben über 100 kg gepflückt, gegessen und fleißig verteilt… doch die Früchte ganz oben sind unerreichbar außer für die Vögel.
    So haben wir nun fast 14 Tage lang täglich die angepickten, herabgefallenen Kirschen aufgesammelt und an die Hühner verteilt. Außer meiner alten Hündin kann hier keiner mehr Kirschen sehen oder riechen :/
    Die Tomaten reifen nun endlich, so dass wir täglich ernten können, Zuchini ist auch massig da, Gurken sind erntereif, viele (unbekannte) Kürbisse wachsen heran… mhh, der Porree gedeiht auch und ich habe bisher (noch) keinen Mehltau an den Pflanzen.
    Mirabellen sind dies Jahr nur wenige am Baum, blaue Pflaumen auch kaum, Stachelbeeren und Johannisbeeren schon lange aufgegessen, die Heidelbeeren sind auch alle abgefallen, die Aronia trägt vielleicht eine Hand voll… mehr fällt mir gerade nicht ein.
    Zum Wachsen im ‚Müll‘ .. was gibt es denn Besseres als eigenen, reifen Kompost, ich käme niemals nie auf die Idee mir eine Biotonne anzuschaffen. Hier wird alles verwertet von den Tieren oder landet eben auf dem Kopost, einschließlich es anfallenden Mistes mitsammt Einstreu :)

    Soweit zur aktuellen Lage bei uns… ach ja, es blüht auch gerade wahnsinnig viel und dementsprechend viele Insekten sind hier im Garten unterwegs… also hier bei uns ist imho gerade eine ganze Menge los.

    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Moin Kerstin,
      ich glaube, dieses Jahr gab es echt viele Kirschen. Unser Baum, obwohl vor zwei Jahren radikal geschnitten, hat für die neue Größe echt bombastisch getragen.
      Komischerweise haben wir oben in den Peitschen fast gar keine Kirschen gehabt. Ergo haben sich die Vögel auch nahezu aus der Ernte rausgehalten. Schade eigentlich, da waren noch so viele an den Stellen, die für mich unerreichbar sind.

      Ah, bei euch beginnt also auch langsam die große Ernte :-) Ich drücke die Daumen, dass das Wetter mitspielt und ihr weiterhin gut ernten könnt.

      Gell, Kompost lässt das Gärtnerherz höher schlagen. Ich bin so froh, dass ich inzwischen Komposter habe. Mir tat es immer in der Seele weh, wenn ich Grünschnitt etc. weggeben musste. Aus Platzgründen war es nur vorher nicht möglich. Aber besser spät als nie.

      Gibt es bei dir aktuelle Fotos deiner Blütenpracht zu sehen?
      Da fällt mir gerade ein: Die abgemähte Lichtnelke blüht besser als vorher :-) Die hat sich echt gemausert.

      Viele Grüße, Carola

  4. Hallo Carola !

    Also mit graust nicht vor dem Komposthaufen, heuer hatte ich unseren versetzt ins Hühnergehege. Bis dahin wuchsen immer unsere Zucchinis drauf und denen hat es getaugt.
    Unsere Hochbeete sind eigentlich auch nichts anderes als ein etwas älterer Komposthaufen. Da kamen ganz schöne Sachen rein die so mancher nicht wissen möchte.

    Basilikum, den würde ich einen Aufenthalt im Komposthaufen gönnen und mir einen neuen ziehen, das geht glaub ich auf alle Fälle noch.
    Paprika, das dauert immer so lange bis die rot, gelb orange werden.
    Wird schon noch, abwarten und Tee trinken…..

    Lg Robert

    • Hallo Robert,
      eben, Hochbeete sind im Grunde nichts anderes als Komposthaufen. Vielleicht nur etwas sortierter. Vielleicht möchte der einzelne Herr deshalb keine Hochbeete? Hmm…
      Mit dem Basilikum bin ich echt am Hadern. Der ist auch so blass. Irgendwie sieht der komsich aus. Ich denke auch, dass der seinen endgültigen Platz auf dem Kompost finden wird. Aber ob ich jetzt noch neues aussäe… Mal schauen, eigentlich will ich die Kübel udn Töpfe auf der Terrasse gerade ein wenig dezimieren. Ich möchte auch mal wieder Platz auf der Terrasse für mich, eine Tasse Tee und meine Bücher haben :-)

      Hach, ich bin doch so ungeduldig. Da sind Paprika vielleicht nicht das richtige Gemüse für mich :-) Es werden dann auf einen Schlag nur gut 40 Paprika reif…

      Viele Grüße, Carola

  5. Welches Basilikum hast Du denn? Ich habe bereits zweimal gesät, das Ergebnis war mehr als dürftig! Am Samstag habe ich es nochmal versucht – und siehe da – jetzt haben sie gleich gekeimt!

    • Puh, müsste ich jetzt lügen. Die jetzige Sorte habe ich mir im Kassenbereich aus dem Baumarkt mitgenommen. Bei dem Preis kann das nichts dolles gewesen sein.
      Bisher ist mein Basilikum (auch das aus der Anzuchtstation im Frühjahr) prima angegangen.
      Bei dem Wetter hätte es mich auch gewundert, wenn es nicht angeht. Hast du eine Ahnung, warum es die ersten beiden Male nicht geklappt hat?

  6. Endlich sind auch meine Tomaten groß gewachsen, doch die Früchte sind noch zu klein. Gorgonzola soße – wie macht man das? Einfach zerschmelzen und übergiessen? Ist das nicht zu fett und klebrig?

    • Ich weiß nicht, wie K. ihre Gorgonzolasoße macht.
      Mein Rezept: Klein geschnittene Zwiebel oder Schalotten andünsten, mit Sahne ablöschen (200 ml) – entweder nehme ich 100 ml Schlagsahne und 100 ml Milch oder 200 ml Kochsahne. Dann den in Würfel geschnittenen Gorgonzola (Rinde entfernen!) in die Flüssigkeit geben und schmelzen lassen (ich nehme ca. 200 bis 300 g Gorgonzola). Dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Geht auf die Hüften, schmeckt aber grandios :-)

      • Nahezu genauso, allerdings nur mit Milch und der Gorgonzola behaelt seine Rinde – zum „Eindicken“ ein bisschen Mehl und bei den Gewuerzen kommt noch etwas Muskat dazu ;)

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