Der Wind, der Wind, das furchtbare Kind

Wieder einmal sauste der Wind durch den Garten. Eigentlich liebe ich den Wind. Ich kann nicht anders, ich bin nun einmal im Norden aufgewachsen. Nur während der Tomatensaison kann ich dankend auf ihn verzichten.

Während sich die Bäume durchschütteln ließen und der Kraft standhielten, kippte die Tomate auf der Terrasse um. Nun ist sie durch das Fenster hindurch windfest angebunden, bekommt aber auch nicht mehr sonderlich viel Sonne ab. Wenn des Wetter wieder besser wird und die Sonnentage endlich wieder Einzug halten, werde ich die Tomatenpflanze wieder befreien und sie die Sonne genießen lassen.

Dafür war das Bild auf dem Balkon ein anderes. Die langen Triebe sind fast alle oben umgeknickt. Ich hoffe nur, dass der Schaden nicht so groß ist und die Leitungsbahnen nicht verletzt sind. Ansonsten werde ich wohl die Schere holen dürfen und die Tomaten oben kappen. Und danach in Wasser stellen. Vielleicht gehen die an und wachsen weiter. Aber noch warte ich erst einmal ab.

Die Tomaten sind deutlich höher gewachsen, als ich es erwartet habe. Ergo sind die Pflanzstäbe zu kurz. Dadurch konnte ich die Triebe oben nicht mehr aufbinden. Im nächsten Jahr muss also wieder eine neue „Erfindung“ auf den Balkon.

Da wir über dem einen Balkon noch einen weiteren Balkon haben – ja, wir haben zwei Balkone – möchte ich versuchen einen Balken von einer Seite zur anderen laufen zu lassen, der dann irgendwie am oberen Balkon befestigt wird. Von diesem Balken aus will ich Streben nach unten laufen lassen, an denen dann die Tomatenpflanzen aufgebunden werden. Noch weiß ich nicht so recht, ob und wie sich dieser Plan umsetzen lässt. Dafür habe ich noch ein paar Monate Zeit. Meinen Mann brauche ich an der Stelle wohl nicht erwähnen…

Zusätzlich benötige ich dann noch ein weiteres Spalier. Für die Cocktailtomaten. Dort können sie prima durchwachsen und lassen sich dann ganz einfach befestigen. Und die Ernte dürfte dann auch kein Problem sein. Nur einen kompletten Schutz vor Regen kann ich nicht bieten. Damit müssen die Tomaten halt leben.

Mal sehen, wie sich das Wetter in diesem Sommer noch entwickelt. Für meine Tomaten hoffe ich, dass der Wind erst wieder im Herbst auftaucht, wenn die Früchte geerntet sind. Bei der Menge an Tomaten wäre es wirklich ärgerlich, wenn weitere windige Tage dafür sorgen, dass meine ganze Pflege und Aufzucht für die Katz war.

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