Beschlossene Sache

Wenn ich könnte, würde ich mich gerne komplett aus meinem Garten ernähren. Aber leider ist der Garten da doch einen Hauch zu klein für. Die Alternative: Gemüse im Topf, Kasten, Kübel. Tomaten, Radieschen, Kohlrabi, Salat, Auberginen, Mangold, Paprika – das alles und noch viel mehr (danke Rio) lässt sich ja ohne Probleme im Topf anbauen.

Aber in diesem Jahr ist alles anders. Mir juckt es in den Fingern. Sogar sehr. Aber mir fehlt die Zeit, um wieder alles, was mein Herz begehrt, selbst anzubauen. Einen Teil des Gartens möchte ich (endlich) umgestalten, das Haus braucht hier und da neue Farbe und möchte irgendwie überall renoviert werden, meine Malerei, meine Hunde, ein wenig Freizeit. Und ach, fast hätte ich es vergessen … zwischendurch arbeite ich auch noch ein wenig.

Also muss ich zwangsläufig abspecken. Also mit dem eigenen Gemüse. In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, mich auf Tomaten, Zucchini und Salat zu beschränken. Vielleicht noch ein paar Kräuter, aber das ist irgendwie was anderes. Salat macht sich ja von alleine, das werde ich etwa zehn Pflanzen vorziehen und dann später nach Bedarf direkt nachsäen. Platz für sechs Zucchinipflanzen dürfte ich haben – die werde ich allerdings doch wieder als Jungpflanzen kaufen. Nur bei den Tomaten bin ich mir noch nicht ganz sicher… Zehn Pflanzen werden es definitiv. Sollte sich noch ein wenig Platz auftun (ich muss mal mit offenen Augen durch den Garten schleichen), könnten es auch einige wenige Tomatenpflanzen mehr werden. Mal schauen, was mein Saatgut so von sich gibt. In diesem Jahr will ich das restliche Saatgut verwenden. Hoffentlich geht es auf. Wenn nicht, muss ich mich mit den noch erhältlichen Sorten arrangieren und nehmen, was ich noch bekomme.

Denn in diesem Jahr wird die Anzucht bei mir deutlich später beginnen. Normalerweise beginne ich schon Anfang März, so um den Fünften rum. In diesem Jahr werde ich erst Ende März beginnen. Ich habe oben einfach zu wenig Platz, um schon die großen Töpfe aufzustellen. Die Tomaten müssen in den kleinen Töpfen so lange ausharren, bis es im Mai dann endgültig nach draußen geht. Vielleicht können sie mich noch dazu überreden, dass ich einen etwas größeren Topf zwischen schiebe. Aber mehr geht nicht, bei aller Liebe.

Wie ist eure Planung für dieses Jahr?

Kommentare

4 Kommentare zu ‘Beschlossene Sache

  1. Da ich so gar keine Gärtnerin bin, bewundere ich alle, die sich so bemühen.
    Wir haben hier in der Nähe einen Biobauer, bei dem ich mein Gemüse und Obst direkt
    im Lädchen kaufen kann. Damit fahre ich ganz gut.
    Einen schönen Tag wünscht dir
    Irmi

  2. Ich habe immer gestaunt, was Du so alles anbaust und züchtest und versorgst. Ich hätte Platz im Garten, aber in Johnnys Revier ist es schwierig :-) Eigentlich wollten wir mal ein kleines Gewächshaus aufbauen, aber es ist beim Wollen geblieben. Nun rückt das Frühjahr näher und wir haben wieder keine Pläne, keine Ideen, keine Zeit. Paar Tomaten werden es sicher wieder werden. Na mal sehen, vielleicht packt uns die Lust und es geht doch noch los.
    Liebe Grüße von Kerstin.

  3. Hilfe, ich muss endlich mit den Tomaten anfangen.

    Dass aus dem Garten ernähren … puh. Es klingt toll, ja. Faktisch ist es aber so, dass ich etwas zu faul bin (nicht nur bei der Pflege), die Sachen muss immer die bessere Hälfte dann hochholen. Und am besten noch putzen … ich hasse Salat aus dem Garten putzen. Aber Salat ist eine der wenigen Sachen, die hier funktionieren :(

    … was ich immer stark belächle, ist die romantische Sichtweise, die manche Leute zeigen, die dann denken, man könne sich von einem kleinen Stück Garten voll selbstständig ernähren.

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