Anzucht 2015

Frühlingssonne sorgt für die ersten zarten Pflänzchen

Die letzten Tage hat Klärchen uns wirklich verwöhnt. Morgens war es noch richtig kalt, aber ab dem Mittag wurde es doch wirklich schön und die wärmenden Sonnenstrahlen waren erfolgreich. Überall tut sich was im Garten. Allerdings nicht nur dort … auch in meiner Anzuchtstation zeigt sich Leben.

Anzucht 2015 Unkraut

Tja, wer mag da wohl wer sein?

Wobei ich mich gerade ein wenig über die Anzuchterde ärgere. Warum? Nun, scheinbar habe ich einen Montagssack erwischt. Nicht nur ein Teil der Saat geht auf, sondern auch in der Anzuchterde enthaltene Samen. Die sich in dem Stadium natürlich nicht bestimmen lassen. Was ärgerlich ist. Denn was wäre, wenn sich ganz zufällig eine vom Aussterben bedrohte Pflanze darunter befinden würde?

Träumen darf an der Stelle doch mal erlaubt sein, oder? Da ich das Gemüse und die Schwarzäugige Susanne einzeln in die Fächer gelegt habe, und das mittig, sind die Randwüchse natürlich kein kostbares Saatgut. Anders sieht es aus, wenn zwei Samen in der Mitte aufgehen. Bei den Tagetes habe ich ein wenig die Stirn gerunzelt. In jedes Töpfchen habe ich drei Samen gelegt. Ich kann wirklich bis Drei zählen! In manchen Anzuchttöpfchen tummeln sich gerade fünf Minipflänzchen. Und ich brauche ganz viel Fantasie, um darin die drei Studentenblumen auszumachen. Also: wachsen lassen, bis ersichtlich ist, wer was werden möchte.

Aber eines lehrt mich die diesjährige Anzucht: Im nächsten Jahr werde ich die Anzuchterde nicht beim Discounter kaufen. Das hatte sich halt beim Einkauf praktisch ergeben. Wir waren da, die Anzuchterde war da … so kam eins zum anderen. Im nächsten Jahr werde ich dann halt beim Einkauf Samen und Erde miteinander verbinden. Dann laufe ich auch nicht Gefahr, dass ich wieder einmal mit einem übervollen Einkaufswagen vor der Kasse stehe. Ach, was rede ich – eigentlich weiß ich doch, worauf das wieder hinauslaufen wird…

Anzucht 2015 Basilikum

Keimt zuverlässig trotz kurzweilig schimmliger Erde: Baby-Basilikum. Bei Gelegenheit muss ich da wohl mal ein paar Pflänzchen rausnehmen… Da ich noch nie Basilikum selbst ausgesät habe, konnte ich nicht mit dieser äußerst zuverkässigen Keimung rechnen.

Auch die Anzuchttöpfchen werde ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Sicher sind diese vorgegebenen Fächer praktisch. Aber eben auch aus Plastik. Die Feuchtigkeit hält sich dadurch in der Erde – die Fächer mit den Basilikumsamen haben sogar schon ein wenig Schimmel oben auf gehabt … trotz lüften. Das ist bei den Studentenblumenpöttchen eben nicht der Fall. Die muss ich zwar öfter befeuchten, aber dafür schimmelt die Erde nicht. Wenigstens habe ich noch diverse dieser Anzuchtpöttchen, sodass ich bald nachlegen kann, sollten sich gammelnde Pflänzchen zeigen.

Dafür bin ich aber mit den etwas stabileren Minigewächshäusern recht zufrieden. Oben befinden sich verschließbare Öffnungen, sodass man auch permanent ein klein wenig lüften kann. Zudem sind diese Gewächshäuser höher als die wackligen Teile aus dem Vorjahr, sodass die Pflänzchen dort noch einige Tage länger drin verweilen können. Was sich als praktisch erweisen kann, wenn es doch noch mal kühler draußen wird und Klärchen für einige Zeit Urlaub macht.

Denn bis zu den Eisheiligen dauert es nicht mehr wirklich lange! Zwei Monate sind es nur noch. Bis dahin gibt es noch viel zu tun in der Anzuchtstation.

Was macht eure Anzucht? Geht die Saat gut auf?

Bilder: © cane

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