Anzucht 2015

Anzucht 2015: Die ersten Kandidaten aalen sich im Sonnenlicht

Natürlich bin ich wieder mal in der Saatgutecke gelandet. Und natürlich konnte ich nicht widerstehen. Warum auch? In diesem Jahr bietet meine Anzuchtstation ganz gut Platz. Derzeit sind von den vier stabilen Minigewächshäusern drei belegt. Das alte wackelige Ding habe ich ebenfalls in Beschlag genommen. Es soll ja schließlich auch noch seine Daseinsberechtigung haben…

Die Kandidaten aus meinem persönlichen Einkaufsparadies
Paprika (eine rote und eine gelbe Sorte), Auberginen (ebenfalls zwei Sorten) und Mangold. Zuhause hatte ich noch Basilikum, Schwarzäugige Susanne und Tagetes. Später folgen dann vermutlich noch Zucchini, definitiv aber noch Schnittlauch und Petersilie.

Samentütchen

Diese Samen sind jetzt erst einmal in der Erde. Ich bin gespannt, wann das große Keimen beginnt…

Viele andere Blumensamen, die ich noch in meinem Kleiderschrank horte, werden dann zu gegebenem Zeitpunkt direkt im Beet landen. Vielleicht auch die Stiefmütterchen. Mal sehen. Eigentlich weiß ich noch gar nicht so recht, was ich mit denen anfangen soll. Will ich die mit im Beet haben oder bekommen die einen Logenplatz im Kübel? Bis zum Sommer, wenn die Stiefmütterchen ihren Aussaattermin haben, ist ja noch ein wenig Zeit Erst einmal ist das Gemüse dran.

Wer mit wem?
Mit den Paprika und Auberginen war ich ja schon ein wenig spät dran. Daher kamen die natürlich zuerst in die Erde. Somit war das erste Minigewächshaus auch schon direkt voll … 16 Paprikapflanzen und acht Auberginen, eine normale Sorte und dann noch die Miniaturausgabe der Früchte.

Auberginensamen mit Anzuchttöpfchen

Auf die Auberginen bin ich richtig gespannt. Das ist der erste Versuch, dass ich die selber ziehe – geschweige denn, dass ich mich überhaupt schon mal an Auberginenpflanzen gewagt habe.

Ich habe keine Ahnung, ob das Saatgut zuverlässig aufgeht, was Paprika und Auberginen anbelangt. Daher habe ich gleich die gesamten Paprikasamen in die Anzuchterde verfrachtet. Wenn die nichts werden, schaue ich, ob ich eine vorgezogene Pflanze bekomme. Allerdings nicht dort, wo ich bereits im letzten Jahr zwei kleine Paprikapflanzen gekauft habe – die schmeckten ganz furchtbar… Acht Auberginen sind natürlich auch eine ganze Menge Holz. Denn die darf ich nahezu alleine essen. Die sind nicht so ganz nach dem Geschmack eines einzelnen Herren. Die jubel ich ihm in einer Gemüsepfanne unter, das merkt der eh nicht.

Insgesamt habe ich dann zehn Tomatensamen ausgebracht. Von jeder Sorte zwei, nur von den Balkontomaten, die nicht sehr hoch wachsen, habe ich vier Pflanzen geplant. Davon pflanze ich jeweils zwei Tomaten in einen Topf. Ich bin echt gespannt, was das dieses Jahr gibt.

Und da Tomaten und Basilikum auch wunderbar in einen Kübel gesetzt werden können, habe ich die restlichen Fächer in diesem Minigewächshaus gleich mit reichlich Basilikumsamen belegt. Mal sehen, vielleicht pflaster ich dann auch die Terrasse mit Basilikum…

Minigewächshäuser

Das sind die Minigewächshäuser in meiner kleinen Anzuchtstation. Vorne die Paprika sowie Auberginen, darauf folgen die Tomaten samt Basilikum, danach Mangold und die Schwarzäugige Susanne und ganz zum Schluss die Studentenblumen.

Das Dritte Minigewächshaus für die eigene Anzucht gehört dem Mangold und der Schwarzäugigen Susanne – jeweils zwölf Fächer. Was ich mit zwölf Susannen soll, ist mir eigentlich auch gerade schleierhaft. Aber gut, die Dame zickt ja ein wenig bei der Aussaat, sodass ich damit rechne, dass nicht alle Samen aufgehen werden.

Das vierte Gewächshaus ist noch nicht belegt. Das ist erst einmal für die Zucchini geplant. Und dann noch für Nachzügler oder keine Ahnung, was mir noch in den Kopf kommt.

Das wacklige Minigewächshaus für die diesjährige Anucht gehört derzeit den Studentenblumen. Zusätzlich habe ich noch die gleiche Menge an Pflanzpöttchen ohne Abdeckung. Mal sehen, worin die Tagetes besser aufgeht. Dann habe ich gleich für das nächste Jahr einen Anhaltspunkt. Wobei ich mir auch noch nicht sicher bin, was ich eigentlich mit den ganzen Tagetessamen anfangen soll … im Kleiderschrank habe ich noch vier Packungen (mit jeweils mindestens 40 Samen drin) gefunden. Und selbst habe ich im letzten Jahr einen ganzen Briefumschlag voller Samen geerntet. Mir geht echt bald der Platz aus. Ach, ein freies Plätzchen findet sich eigentlich immer irgendwo.

Warum ich meine Tomaten und andere Kandidaten selber vorziehe
Klar kann es mühsam sein, das Gemüse und auch Blumen selber vorzuziehen. Wenn ich den Platz nicht hätte, könnte ich es natürlich nicht.

Bei den Tomaten ist mir die Sortenauswahl einfach sehr wichtig. Da ich zeitig dran war, waren die ganzen Samen bei uns im Laden noch nicht vergriffen. Fertig gezogene Jungpflanzen beschränken sich in der Regel auf ganz wenige Sorten – meist sind es die klassischen Cocktailtomaten, Rundtomaten und wenn man Glück hat noch ein paar Fleischtomaten. Das war es dann auch schon.

Bei den Paprika ist es ähnlich. Es gibt echt Unmengen an Sorten, wenn man sich damit mal beschäftigt hat. Die gibt es aber eher selten im Baumarkt zu kaufen. Von daher habe ich mich an die beiden Spitzpaprika gehalten. Die sollen super süß sein. Ich werde berichten.

Die Susannen brauchen so ihre Zeit, bis sie groß genug sind, und die Tagetes möchte ich groß genug ins Beet setzen, damit die Schnecken vielleicht nicht direkt drüber herfallen. Ich kann ja auch noch zusätzlich Samen direkt ins Beet streuen. Davon gehen ja auch noch einige auf.

Und der Mangold war einfach mal ein Versuch. Einfach mal was anderes. Der einzelne Herr weiß noch nichts davon…

Basilikum aus dem Topf gibt eh nichts, von daher will ich das mal selber probieren. Da gibt es ja auch zahlreiche Sorten… Schnittlauch und Petersilie gehören einfach ins Kräuterbeet.

Und das Jahr ist noch jung. Mal sehen, was mir alles noch so einfällt…

Seid ihr auch schon fleißig am Vorziehen?

Bilder: © cane

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