Gelbe Zucchini im Kübel

Zucchini im Kübel anbauen – Erinnerungen an 2015

Der Anbau von Zucchini im Kübel ist eigentlich kein Hexenwerk. Denn im Grunde benötigt das Kürbisgewächs nur Sonne, Wasser und Dünger. Davon jede Menge und eine gute Ernte ist garantiert. Das klingt in der Theorie super. Irgendwie hapert es bei mir in Sachen Praxis.

Sechs Zucchinipflanzen habe ich mir für diese Saison organisiert. Vier Pflanzen mit grünen Zucchini und zwei Pflanzen mit gelben Zucchini. Schon beim Kauf befanden sich jeweils zwei Pflanzen in einem Töpfchen.

Die Zucchini habe ich, wie ich das sonst so mache, direkt nach dem Kauf in größere Kübel gepflanzt. Unter die Erde habe ich noch abwechselnd Guano und Hornspäne eingeschichtet. Und davon ganz ordentlich. Trotzdem sind zwei der grünen Zucchini im Kübel nichts geworden. Die waren ganz mickrig. Außerdem haben die eigentlich nur männliche Blüten produziert. Die gelbe Zucchini glänzte auch nicht unbedingt. Auch hier war die eine Pflanze mickrig, die andere hat sich jetzt auch nicht großartig entwickelt.

Zucchini im Kübel

Zucchini-Blüten finde ich richtig hübsch. Vor allem, wenn sie vollkommen geöffnet sind und in der Sonne leuchten.

Gegossen habe ich nach Wetterlage. Wenn es extrem warm war, habe ich morgens und abends gegossen. Hätte ich die Zucchini an den besonders heißen Tagen vielleicht noch mehr gießen sollen? Hat der Dünger vielleicht nicht für diesen Starkzehrer ausgereicht?

Im Grunde hatte ich also nur zwei Pflanzen, die uns kontinuierlich mit Zucchini versorgt haben. Aber nicht nur das war irgendwie ärgerlich. Auch die Tatsache, dass zahlreiche Zucchini an den Pflanzen schon im frühen Stadium angefangen haben zu gammeln. Als ob das noch nicht genug wäre. Schnell kam Besuch vorbei – mein Freund der Mehltau.

So hatte ich also nicht sonderlich lange etwas von meinen Zucchini im Kübel. Damit sich der Mehltau nicht noch mehr im Garten ausbreitet und es irgendwie abzusehen war, das jetzt keine Unmengen mehr an Zucchini nachwachsen werden, habe ich mich von den Pflanzen getrennt. Tonnen auf, Tonne zu. Aus die Maus. Ich habe zwar immer mal wieder die befallenen Blätter entsorgt und die Zucchinipflanzen mit einem Knoblauch-Zwiebel-Tee besprüht, aber geholfen hat eigentlich nichts so recht.

Es ärgert mich einfach ungemein, dass ich wieder diesen blöden Pilz auf den Zucchini hatte. Schon im Vorjahr hat mich der Mehltau gewaltig in Rage versetzt. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es auch resistente Sorten gibt. Ich muss mich unbedingt auf die Suche machen. Denn so richtig frische Zucchini sind echt der Knaller. Kein Vergleich zu den gekauften Dingern aus dem Laden. Und bei einer Zucchinischwemme kann ich auf dankbare Abnehmer setzen: meine drei Damen. Die lieben Zucchini. Das war der Grund, gleich sechs Zucchinipflanzen in die Kübel zu setzen. Wären es zu viele Zucchini geworden, hätte ich mich vielleicht ans Einmachen gewagt. Die eingelegten Zucchini von meiner Ma waren echt immer richtig lecker.

Leider kann ich die Zucchini im nächsten Jahr nicht ins Freiland pflanzen. Sonnenplätze sind in meinem Garten eh eine Rarität. Und die wenigen vorhandenen Plätze sind schon vergeben. Bei den mickrigen Pflanzen in diesem Jahr stellt sich mir die Fragen, ob es an mir oder den Pflanzen gelegen hat. Waren die schon von Anfang an schwächlich oder habe ich sie mit Pflegefehlern ihrem sicheren Ende entgegen gepflegt? Ich muss mir diese Saison nochmals durch den Kopf gehen lassen. Denn auch im nächsten Jahr würde ich gerne wieder Zucchini im Kübel anbauen.

Wie pflanzt ihre eure Zucchini an? Welche Pflege erfahren eure Zucchinipflanzen?

Bilder: © cane

Kommentare

2 Kommentare zu ‘Zucchini im Kübel anbauen – Erinnerungen an 2015

  1. Da kann ich leider keine Erfahrungen weiterreichen. Mein Mann mag dieses Gemüse nicht und sortiert die Stücken aus, wenn ich mal Gemüsepfanne mache.
    Ich esse sie gern, vor allem in Kombination mit Hackfleisch, Tomaten und Feta.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    • Gell, Zucchini sind lecker. Die passen nahezu überall zu.
      Das hört sich lecker an mit dem Hack, den Tomaten und dem Feta – das wäre was für das Wochenende.
      Viele Bergfestgrüße, Carola

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.