Meise im Vogelhaus

Es ist angerichtet

An jeder Ecke begegnen mir Artikel über den Vogel- und Insektenschwund – es gibt kein Vorbeikommen mehr an diesem Thema. Beides kann ich nicht leugnen. Auch wenn ich hier im Garten eine Menge Wildbienen und andere Summser hab herumfliegen sehen, sieht es dennoch nicht rosig aus. Ebenso verhält es sich mit den Vögeln. Manche sehe ich regelmäßig, andere gar nicht mehr. Aber dazu später. Es ist zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, dennoch habe ich mich dazu entschlossen, schon vorzeitig mit dem Vögel füttern zu beginnen.

Erfahrungsgemäß sind die Herrschaften bisher im Januar gekommen. Bereits im Dezember hatte ich in der Vergangenheit schon diverses Futter angeboten. Aber immer wurde es verschmäht.

Rotkehlchen und Meise

Damit keiner zu kurz kommt, habe ich Futter auf dem Boden verstreut.

Damit mir das nicht wieder passiert, habe ich auf anderes Futter gesetzt. Und siehe da: Die Herrschaften fliegen mir die Futterkugel und das Vogelhaus ein. Schon vor gut zwei Wochen habe ich mit dem Vögel füttern angefangen. Erst nur vorne – die Futterkugel befüllt und Futter in die Beete im Vorgarten und auf den Boden geworfen.

Zuerst kamen natürlich die Meisen. Bisher habe ich nur Kohlmeisen gesehen. Vielleicht tauchen auch noch ein paar Blaumeisen auf. Auf das Rotkelchen brauchte ich nicht lange zu warten. Das fliegt hier eigentlich ständig hin und her – Rotkehlchen sind von Haus aus sehr zutraulich, sodass ich mich ganz gut im Garten bewegen kann, ohne dass es panisch davonflattert.

Da ich gerne den Vögeln zuschaue, habe ich mir noch ein Vogelhaus besorgt, das nun hinten auf der Terrasse steht. So habe ich es immer im Blick. Die Meisen übrigens auch. Überall fliegen die Vögel hin und her, kreuz und quer.

Diese Vögel zeigen sich derzeit bei mir im Garten
Neben den Kohlmeisen tummeln sich hier noch ein oder zwei andere Meisenarten. Ich bin mir nicht ganz sicher, welche das sind. Ich hoffe, dass ich das noch herausfinden werde.

Dann natürlich das Rotkehlchen, Buchfinken, Elstern, Türkentauben, Ringeltauben, Eichelhäher, Elstern, Kleiber, Stieglitze und einen Buntspecht.

Lange nicht mehr gesehen …
… habe ich die Amseln. Vier Stück hatten wir in der Regel hinten in den Gärten herumfliegen, sogar in unserer Hecke haben sie gebrütet. Seit einiger Zeit sehe ich sie nicht mehr. Keine von den vier Amseln. Ich fürchte, dass sie dem Virus zum Opfer gefallen sind.

Ebenso sind der Dompfaff und der Zaunkönig überfällig. Und es sind nicht mehr ganz so viele Meisen, wie noch vor ein paar Jahren. Ich hoffe, dass sie sich einfach nur besser hier verteilt haben. Allerdings haben wir hier auch sehr viele Freigänger – ich finde häufiger tote Küken…

Meise in Futterkugel

Insbesondere während der Morgenstunden wird die Futterkugel ständig angeflogen. Sobald es draußen hell genug ist, finden sich die ersten Meisen ein.

Ich muss aufstocken
Eine Futterkugel im Vorgarten ist eindeutig zu wenig. Um alle Vögel füttern zu können, brauche ich vorne mindestens noch eine dazu – ich habe zwar die Zierkirsche vorne, aber ich kann nicht überall Futterkugeln hinhängen (wenn sie zu nah am Zaun hängen, finden sie bestimmt einen Abnehmer…). Hinten brauche ich noch mindestens drei Kugeln – drei Bäume, drei Kugeln. Einfache Rechnung.

Was ich allerdings noch hinten im Garten brauche, sind einige Meisenknödelhänger. Allerdings werden es bei mir nicht unbedingt Knödel. Was sich halt so ergibt.

Weitere Futterpläne
Die Vergangenheit beim Vögel füttern hat mich gelehrt, dass die gekauften Meisenknödel scheinbar nicht schmecken. Ergo werde ich sie mal selber machen. Das Internet ist voll von Rezepten, kann also nicht schwer sein. Sobald ich ein wenig Luft habe, mache ich mich schlau und bastle was zusammen.

Da die Vögel die Fütterung so gut angenommen haben, werde ich es mit der Ganzjahresfütterung probieren. Denn die Gärten werden zunehmen steiniger, das natürliche Nahrungsangebot leider nicht mehr, eher weniger.

Wie haltet ihr es mit dem Vögel füttern? Welche Vögel nehmen euer Futter dankbar an?

Bilder: © cane

Kommentare

One response to “Es ist angerichtet

  1. Das ist ein hübsches Futterhäuschen für die Vögel. Hier ist es eigenartig. An manchen Tagen kommen sie ununterbrochen angeflattert und dann wieder tagelang nicht. Ich freue mich über jeden Vogel, der sich blicken lässt und hoffe, dass es ihm schmeckt. Am meisten sehe ich hier Blaumeisen, Kohlmeisen, Kleiber, Amseln und den Gierlitz. Eichelhäher sind sowieso immer da.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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