Endlich eigener Kompost

Nachdem ich endlos viele Pflastersteine im hinteren Teil des Gartens von einem Ort zum anderen geschleppt habe, konnte ich endlich meine Kompostbehälter aufstellen. Als ich den ersten Muskelkater in den Händen verdaut habe und mein Rücken nicht mehr moserte, ging es dann ans Befüllen des ersten Kompostbehälters. Von nichts kommt auch nichts. Und ich bin „scharf“ auf das schwarze Gold der Hobbygärtner. Denn mein Garten hat ihn dringend nötig.

Also habe ich mich im Garten umgeschaut, natürlich in Begleitung meiner Gartenschere und hier und da geschnippelt. Ok, an manchen Stellen trifft schnippeln nicht den Kern… Der eine Kirschlorbeer hat ordentlich Federn gelassen. Im Laufe der Jahre ist mir der Kerl einfach auch zu groß geworden. Und die Stämme zu dick. Würde ich noch drei bis vier Jahre mit einem ordentlichen Schnitt warten, käme ich ohne Kettensäge nicht mehr weit.

Den ganzen Tag über habe ich hier geschnitten, dort geschnitten, im Garten nach organischem Material gesucht, dass meinen Kompost anreichert. Und natürlich die Küche nach Kaffeefilter & Co. abgesucht. Regenwürmer lieben Kaffeesatz und mein Kompost liebt Regenwürmer.

Inzwischen steht in der Küche eine Schüssel, in der ich täglich Gemüseabschnitte, Tee und Kaffeebeutel sammle. Das Mosern konnte mein Mann natürlich nicht lassen. Abgesehen davon, dass ihm die beiden Metallkompostbehälter eh ein Dorn im Auge sind, ist die Schüssel nicht gerade das, was er sich unter Deko in der Küche vorstellt. Nun sind ein paar Tage vergangen und er hat sich an die Schüssel gewöhnt. Und inzwischen sogar nachgefragt, ob dieses oder jenes dort reinwerfen kann. Das nenne ich doch mal einen Fortschritt. Auch den Kompost sieht er nicht mehr ganz so kritisch. Mittlerweile hat er wohl eingesehen, dass richtig angelegter Kompost nicht stinkt. Oder er hat einfach nur resigniert.

Resignation hin oder her – ich habe endlich Kompost. Gut, natürlich nicht sofort, aber in absehbarer Zeit. Im Frühjahr kann ich dann mit dem kostbaren Gut durch den Garten toben. Meine Pflanzen werden es mir danken. Und natürlich auch die ganzen Lebewesen im Boden. Ihre tolle Arbeit möchte ich damit natürlich auch belohnen. Was wären mein Garten und ich ohne die ganzen fleißigen Helfer?

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