Alle Jahre wieder

Vor etwas über einem Monat hat meine Gemüsesaison begonnen – natürlich mit der Anzucht von Tomaten. Insgesamt sind es vier Sorten und 17 Tomatenpflanzen, die ich dieses Jahr auf dem Balkon und den Terrassen versuchen werde unterzubringen. Vermutlich werde ich aus Platz- und Topfmangel in die größeren Pflanztöpfe zwei Tomatenpflanzen setzen. Es würde sonst sehr eng werden. Denn der ursprüngliche Gedanke, dieses Jahr nur Tomaten und Salat anpflanzen zu wollen, ist lediglich ein Gedanke geblieben.

Die Tomatensorten 2018
In diesem Jahr habe ich die Reste vom letzten Jahr aufgebraucht und noch ein Samentütchen von, lasst mich lügen, 2015 ausprobiert. Diese uralten Samen („Martina“) haben übrigens noch gekeimt! Wenn auch nicht so zuverlässig, wie es bei frischem Saatgut der Fall ist.

Vorgezogen habe ich oben in meiner Anzuchtstation:

  • „Fahrenheit Blue“
  • die mallorquinische „Ramallet“
  • „Lukullus“
  • „Martina“

Ganz besonders haben es mir die blauen Tomaten angetan. Über Farben lässt sich streiten, über Geschmack ebenso. Die „Fahrenheit Blue“ habe ich gerne im Vorbeigehen genascht. Zugegeben, das Vorbeigehen war eher ein Verweilen, mit genügend Zeit, sich den Bauch mit blauen Tomaten vollzuschlagen. Mit Tomatensorten bin ich gerne experimentell, aber derzeit unsicher, ob ich diese Sorte nicht zukünftig generell anpflanzen werde. Aber für die Überlegungen habe ich ja fast noch ein ganzes Jahr Zeit. Jetzt ist erst einmal diese Gartensaison dran!

Erdbeeren im Topf

Noch sehen sie klein und unscheinbar aus. Ob sie wohl reichlich tragen werden?

Was gibt es 2018 außer Tomaten noch?
Als ich vor Kurzem auf dem Balkon stand und mir überlegt habe, was ich in die beiden Balkonkästen auf diesem Balkon einpflanzen wollen würde, kam mir die Glockenblume in den Sinn. Gut für Insekten, hübsch für das Auge. Ach, was soll ich sagen? Es sind natürlich keine Glockenblumen geworden, sondern Erdbeeren. Zum Naschen.

Für mehr wird es sicherlich nicht ausreichen. Derzeit sind es 16 Pflanzen aus zwei Sorten. Eine mehrmals tragende Sorte, eine mittelfrühe Sorte. Mit ist entfallen, wie die Sorten heißen. Nun habe ich auf dem oberen Balkon nochmals zwei Balkonkästen, die eine neue Bepflanzung benötigen. Ich gebe zu, dass ich mit weiteren Erdbeeren liebäugle.

Birnenmelone im Topf

Auf die Früchte der Birnenmelone bin ich schon sehr gespannt!

Bei „nur“ Erdbeeren ist es nicht geblieben. Zwei Birnenmelonen teilen sich gerade einen recht großen Pflanzkübel. Sie sind mir quasi in den Korb gefallen. Oder so… Ach, was soll ich sagen? Ich hatte da einfach mal Bock drauf. Die hatte ich noch nie, wollte ich schon immer mal ausprobieren. Nennen wie sie einfach „Ersatz“ … Ersatz für Gurken, für Paprika, für Zucchini. Irgendwie muss ich mir das doch schönreden.

Da ich überhaupt keine Ahnung habe, wie sie schmecken, wachsen, sich insgesamt verhalten, werde ich erst im Herbst entscheiden, ob ich sie überwintern werde oder nicht. Denn eigentlich habe ich da oben unter dem Dach nicht so viel Platz. Sollten sich die Birnenmelonen zu Diven entwickeln und geschmacklich nicht viel zu bieten haben, bekommen sie entweder ein neues Zuhause, falls jemand die Pflanzen möchte oder aber sie gehen auf den Kompost.

Physalis

Ob die Physalis unser Rheinklima verträgt?

Ebenso experimentell verhält es sich mit Physalis, an der ich ebenfalls nicht vorbeigehen konnte. Allerdings habe ich mich zurückgehalten und nur eine Pflanze mitgenommen. Vielleicht kommen die mit unseren Temperaturen überhaupt nicht zurecht, möchten eher ein Plätzchen im Wintergarten oder Gewächshaus – was ich beides nicht bieten kann – oder tragen schlecht bis gar nicht. Wenn sie was werden und schmecken, bekommen sie unter dem Dach ein schönes Plätzchen und dürfen im nächsten Jahr wieder ins Freie. Aber bis dahin haben sie noch einen ganzen Sommer vor sich und dürfen sich beweisen.

Auch ein Töpfchen Pilzkraut ist im Korb gelandet. Das kenne ich nun so überhaupt nicht. Die Blätter können in den Salat gegeben werden und sollen wie Pilze schmecken. Na, da bin ich ja mal gespannt. Das Pilzkraut ist ebenfalls ein Kandidat, der es im Winter draußen ganz ungemütlich findet. Wenn ich es recht überdenke, habe ich beim Kauf der ganzen Pflanzen das Hirn ausgeschaltet oder mir die Pflanzenecke unter dem Dach größer gedacht, als sie ist. Wie dem auch sei. Das Pilzkraut ist da, wird probiert. Das weitere Prozedere ist ja nun bekannt.

Pilzkraut

Auf das Pilzkraut bin ich ganz besonders gespannt! Ob ich wohl schon das eine oder andere Blättchen ernten kann?

Ach, Zitronenverbene habe ich natürlich auch noch mitgenommen. Ich liebe Tee von der Verbene und freue mich jetzt schon auf die erste Ernte. Wenn die Terrasse nicht schon so elendig voll wäre, könnte ich mir glatt noch das eine oder andere Töpfchen mit Zitronenverbene zulegen…

Apropos zulegen. In meinem Beeren-Obst-Kräuterbeet hat nicht alles diesen – für unsere Verhältnisse hier am Rhein – strengen Winter heil überstanden. Der Zitronenthymian sind nicht so aus, als ob da noch Leben drin steckt. Aber da kann ich mich auch täuschen. Einer der Lavendel hat den Winter definitiv nicht überlebt und ist schon raus geflogen. Ein zweiter, weißer Lavendel wird vermutlich noch folgen. Was mache ich nur mit dem gewonnenen Platz? Ich glaube, ich muss nochmal los und mir Pflanzen anschauen gehen 🙂

Was habt ihr für diese Gartensaison alles geplant? Probiert ihr ebenfalls gerne neue Sorten und Pflanzen aus?

Bilder: © cane

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